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SPENDEN: Per Lastwagen nach Athen

Ende letzten Jahres sammelte der Verein aid hoc in der Militärkantine Kleider für Flüchtlinge in Griechenland. Nun ist der Transport in Athen eingetroffen.
Matthias Fässler
Mitglieder von aid hoc verladen die Kleider in Zürich (Bild: PD/aid hoc)

Mitglieder von aid hoc verladen die Kleider in Zürich (Bild: PD/aid hoc)

Matthias Fässler

matthias.faessler@tagblatt.ch

Die 35 Freiwilligen rund um den gemeinnützigen Verein aid hoc wurden förmlich überrannt. Anfangs Dezember organisierten sie eine Kleidersammlung für Flüchtlinge in Griechenland. Insgesamt 7200 Kleidungsstücke wurden gespendet, was einem Gewicht von fast drei Tonnen entspricht. Einige Leute reisten extra aus dem Thurgau oder Zürich mit kleinen Transportern an. «Wir hatten nicht mit einer solchen Resonanz gerechnet», sagt Bastian Lehner von aid hoc. «Die Aktion war ein riesiger Erfolg.» Nun sind die Kleider in Griechenland angekommen und werden dringend gebraucht. «Gerade im Winter gibt es einen sehr grossen Bedarf an Winterkleider für Flüchtlinge, die unter schwierigsten Bedingungen leben», sagt Lehner.

Mit der Fähre nach Lesbos

Die Spendenaktion möglich machten nicht nur die zahlreichen Freiwilligen. Auch die Militärkantine, die Kunstgiesserei und die Firmen Ziegler AG und Innopack unterstützten das Projekt logistisch. Zusammen mit dem Spendendepot Zürich und dem Hilfswerk Refy wurde ein grösserer Lastwagen gefüllt, der dann die Reise nach Griechenland antrat. «Der Transport war mit einem komplexen bürokratischen Aufwand verbunden», sagt Lehner. Nach drei Wochen kam die Ladung in einer zentralen Sammelstelle für Spendengüter in Athen an. Von dort werden die gespendeten Kleider nun je nach Bedarf mit der Fähre auf die griechischen Inseln transportiert. Gerade in Lesbos würden die Kleiderspenden besonders Not tun, wie Lehner sagt. «Viele Flüchtlinge sitzen dort aufgrund des EU-Türkei-Deals fest.»

Aid hoc fällt es wie auch anderen NGOs zunehmend schwerer, Öffentlichkeit für die prekäre Situation der Flüchtlinge in Griechenland und anderswo zu erzeugen. «Diese Menschen geraten schnell in Vergessenheit», sagt Lehner. Durch die Kleidersammlung habe man es geschafft, dies ein wenig zu durchbrechen.

Weitere Projekte sind geplant

Der Verein aid hoc konzentriert sich vornehmlich auf humanitäre Direkthilfe vor Ort. Immer wieder reisen Mitglieder des Vereins nach Griechenland, helfen in Camps oder koordinieren den Einsatz der Spendengelder.

Noch offen sei, ob weitere Sammelaktionen durchgeführt würden, wie Lehner sagt. Momentan konzentriere sich der Verein auf ein Essensprojekt in Nordgriechenland, mit dem rund 7500 Menschen auf der Flucht mit Nahrung versorgt werden können. In Planung sind Infrastrukturprojekte in Lesbos, wo die sanitären Anlagen im Camp verbessert werden sollen.

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