Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SPENDEN: Gutscheine für die Gassenküche

Wird es kälter, kommen wieder mehr Gäste in die Gassenküche. Das Menu kostet dort drei Franken, kann aber auch gegen einen Gutschein bezogen werden. Diese Bons gibt es neu auch in der Altstadt zu kaufen.

«Hesch mer en Stutz?» Diese Frage hat wohl jeder schon mal gehört. «Die Leute fragen mich oft, ob sie etwas geben sollen», sagt Jürg Niggli, Geschäftsleiter der Stiftung Suchthilfe. Viele würden aber lieber Essen spenden. Deshalb habe die Stiftung Suchthilfe vor 15 Jahren Gutscheine für die Gassenküche an der Linsebühlstrasse eingeführt. Bisher gab es sie aber nur in der Gassenküche selbst und im benachbarten Kaffeehaus zu kaufen. Nun kommt eine dritte Verkaufsstelle hinzu: Ab sofort gibt es die Bons auch in der Acrevis-Bank am Marktplatz. Das freut Niggli: Die Bank liege im Zen­trum, was den Kauf erleichtere.

Ein Gutschein kostet drei Franken; genau so viel wie ein Menu in der Gassenküche. «Wir wollen das Essen nicht gratis abgeben, damit die Wertschätzung nicht verloren geht», sagt Niggli. Schliesslich gäbe es das Angebot ohne Spenden und Freiwillige nicht. Die Gassenküche ist rein spendenfinanziert. Jährlich muss sie rund 300000 Franken sammeln. Unter anderem geschieht dies am Suppentag, der diesen Samstag wieder stattfindet.

Manche erzählen ihre Geschichte und blühen auf

Auch Freiwillige sind für den Betrieb wichtig. Eine Helferin ist Barbara Gilgen. Die Thurgauerin weiss, was es heisst, am Rande der Gesellschaft zu stehen. Sie hatte fünf Kinder, als sie arbeitslos wurde. Später liess sich Gilgen scheiden und wurde bei der Arbeit gemobbt. Umso wichtiger ist es ihr nun, sich zu engagieren. «Jeder hat einen Wert», sagt Gilgen. «Egal wie schön gekleidet oder ungepflegt er ist.»

Wenn Gilgen in der Gassenküche ist, räumt sie auf, hilft in der Küche oder schöpft Essen. Und manchmal sitzt sie zu jemandem hin und schenkt Zeit: «Die Wertschätzung freut die Leute. Manche erzählen dann ihre Geschichte.» Dabei würden sie aufblühen. Auch deshalb hilft Gilgen einmal pro Woche in der Gassenküche: «Um diese Momente mitzuerleben.» (mha)

Suppentag: Samstag, 10 bis 16 Uhr, Marktgasse

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.