SPATENSTICH: Baustart liess 16 Jahre auf sich warten

Evangelisch-Thal-Lutzenberg hat den Baustart des neuen Kirchgemeindehauses gefeiert. Anfang Jahr stimmten die Kirchbürger dem Vier-Millionen-Projekt zu. Der Weg bis dahin war lang.

Jolanda Riedener
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Melanie Tobler Dudler, Kirchgemeindepräsidentin, Andreas Forter, Präsident der Baukommission, Mario Bänziger, Bauleiter, und Ernst Züst, Architekt (von links), feiern den Baustart. (Bild: Jolanda Riedener)

Melanie Tobler Dudler, Kirchgemeindepräsidentin, Andreas Forter, Präsident der Baukommission, Mario Bänziger, Bauleiter, und Ernst Züst, Architekt (von links), feiern den Baustart. (Bild: Jolanda Riedener)

«Bisher gab es das Projekt nur auf Papier, jetzt wird es ernst», sagt Melanie Tobler Dudler, Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde Thal-Lutzenberg. Gestern Vormittag hat die Kirchgemeinde zum feierlichen Spatenstich eingeladen, effektiver Baustart ist der kommende Montag. Ende 2018 ist der Bau voraussichtlich bezugsbereit.

Seit 16 Jahren habe sich die Gemeinde mit dem Bau befasst, der das 1966 erbaute, bestehende Kirchgemeindehaus ersetzt. 2010 habe es schliesslich einen Studienwettbewerb gegeben, der 2012 vorgestellt wurde. Angenommen worden ist der Vorschlag damals nicht. Das Projekt wurde aber weiterverfolgt und kam am 31. Januar dieses Jahres zur Abstimmung. «Wir haben gespürt, dass jetzt die Zeit reif ist», sagt Melanie Tobler Dudler. Auch Andreas Forter, Präsident der Baukommission freut sich über den Baustart: Nicht alles sei im Vorfeld so reibungslos verlaufen. Um den bewilligten Betrag von vier Millionen Franken nicht zu überschreiten, habe man sich für eine einfachere Küche und einen kleineren Keller entscheiden müssen. «Das Kirchgemeindehaus kann nach Bedarf auch zu einem späteren Zeitpunkt weiter ausgebaut werden», sagt Forter.

Holz aus Thaler Wald verwenden

Ein grosser Teil des Kirchgemeindehauses wird mit Holz aus Thal aus dem Wald der Ortsbürgergemeinde gebaut. Entstehen wird eine Konstruktion aus Holz und Beton. Der Neubau wird im Gegensatz zum bestehenden Kirchgemeindehaus nahe an der Westgrenze des Grundstücks, an die Tobelmülistrasse errichtet. Dadurch entstehen grosszügige Aussenräume: Ein Begegnungsplatz, Parkplätze und eine Parkanlage mit Kinderspielplatz. Das integrierte Bistro soll gemäss Tobler Dudler zum Verweilen einladen. Kernstück ist ein Saal mit Bühne und rund 200 Sitzplätzen. Weiter werden Gruppenräume, Büros und Lagerräume entstehen. «Die evangelische Kirchgemeinde wird samt Verwaltung an einem Ort vereint. Somit können wir Synergien nutzen», sagt Forter. Geplant hat das Projekt der Rheinecker Architekt Ernst Züst. Die Bauleitung übernimmt Mario Bänzinger.

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

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