Spannung an der Urne in Heiden und Rehetobel

HEIDEN/REHETOBEL. Der Abstimmungssonntag verspricht in Rehetobel Spannung. Hier wird die Bevölkerung zwar erst konsultativ befragt, dies aber zukunftsträchtig. Es geht um das ehemalige Altersheim Ob dem Holz.

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HEIDEN/REHETOBEL. Der Abstimmungssonntag verspricht in Rehetobel Spannung. Hier wird die Bevölkerung zwar erst konsultativ befragt, dies aber zukunftsträchtig. Es geht um das ehemalige Altersheim Ob dem Holz. Die Stimmbürger beantworten die Frage, ob sie einen Verkauf des gemeindeeigenen Hauses samt Grundstück oder eine Abgabe im Baurecht vorziehen.

Sportklinik oder Haus erhalten

Zudem erfragt die Gemeinde, welchem von zwei Projekten zur weiteren Nutzung des Grundstücks die Stimmbürger den Vorzug geben. Zwei Fachärzte aus Rehetobel wollen einen Neubau für eine Sportklinik erstellen. Damit einher gingen Investitionen von rund 15 Millionen Franken; es werden 40 bis 50 Arbeitsplätze in Aussicht gestellt. Diesem Projekt stellt eine Gruppe von Einwohnern eine Idee gegenüber: Mit «Neustart» bliebe das Haus erhalten. Nach Gründung einer Genossenschaft soll die Bevölkerung mitentscheiden, was daraus wird. Skizziert werden ein Bistro, kleinere Wohnungen, einfache Übernachtungsmöglichkeiten und Sitzungszimmer. Da das Projekt erst nach einem konsultativen Ja Gestalt annehmen soll, liegen noch keine Zahlen vor.

Heiden wählt Gemeinderat

An die Urne geht auch die Bevölkerung in Heiden. Da die Gemeindepräsidentenwahl vom Mai für ungültig erklärt wurde und da nach ihrer Nichtwahl zum Präsidenten zwei Gemeinderatsmitglieder zurückgetreten sind, kommt es zu Ergänzungswahlen. Dabei handelt es sich um den ersten Wahlgang für die Amtsdauer 2015 bis 2019. Als Gemeindepräsident steht Gallus Pfister zur Verfügung. Seine deutliche Wahl im Mai scheiterte daran, dass er seinen Wohnsitz noch in Wil hatte, was eine Stimmrechtsbeschwerde auslöste. Unterdessen hat Pfister nach eigenen Angaben seinen Wohnsitz nach Heiden verlegt und lebt bis zum Bezug einer noch nicht fertig erstellten Eigentumswohnung in einer Ferienwohnung an der Bahnhofstrasse. Für das Gemeindepräsidium ist Gallus Pfister einziger Kandidat; er muss gleichzeitig die Wahl in den Gemeinderat schaffen. Für die zweite Vakanz im Gemeinderat stellt sich Martin Engler – auch er ohne Mitbewerber – zur Verfügung. Werden die beiden Männer gewählt, ist der Gemeinderat wieder komplett. (me/cot)