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SPANISCHES KLUBHAUS: Über das ganze Areal beim Hauptbahnhof St.Gallen diskutieren

Noch ist offen, ob die Stadt das Spanische Klubhaus kauft oder nicht. Sie will jetzt aber die Diskussionen über die Entwicklung des Areals Hauptbahnhof Nord von der Häuserzeile neben dem Klubhaus auf das ganze Gebiet ausweiten.
David Gadze
Die Häuserzeile im Vordergrund soll dereinst einem Neubau weichen. Dieser wäre zentral für die Entwicklung des Gebiets Hauptbahnhof Nord. (Bild: Urs Bucher)

Die Häuserzeile im Vordergrund soll dereinst einem Neubau weichen. Dieser wäre zentral für die Entwicklung des Gebiets Hauptbahnhof Nord. (Bild: Urs Bucher)

Die Frage, wie das Gebiet auf der Nordseite des Hauptbahnhofs entwickelt werden soll, beschäftigt seit Wochen Öffentlichkeit und Politik. Die Diskussionen drehten sich bisher vor allem um eine Häuserzeile von nicht einmal 100 Metern Länge. Nun will die Stadt das gesamte Areal in die Betrachtung einbeziehen.

Alle Betroffenen ins Boot holen

Der Planungsperimeter solle von der St.Leonhard-Strasse bis zur Rathausunterführung reichen, sagt Florian Kessler, Leiter Stadtplanung. Dazu will sich die Stadt mit dem Kanton, den SBB, dem Quartierverein, der Fachhochschule, der Lokremise und Grundeigentümern zu Beginn des kommenden Jahres an einen Tisch setzen, um in einem partizipativen Verfahren die Möglichkeiten für eine künftige Entwicklung des Areals auszuloten. Noch gibt es keine konkreten Ideen. «In diesem ersten Schritt geht es darum, eine Auslegeordnung vorzunehmen. Wir wollen diskutieren, welche Veränderungen unter welchen Rahmenbedingungen und in welchem Zeitraum erwünscht und realistisch sind», sagt Kessler.

Zugeschlagene Tür wieder offen

Zentral bei der Weiterentwicklung des Areals wird der geplante Neubau in der Lagerstrasse zwischen dem Spanischen Klubhaus und der Fachhochschule sein. Die Türe, die sich die Stadt vor ein paar Jahren mit dem Verzicht auf den Kauf des Klubhauses selber zugeschlagen hatte, steht plötzlich wieder offen: Die Ausgleichskassen, die das Klubhaus und das Nachbargebäude gekauft hatten und an deren Stelle einen Büroneubau realisieren wollten, haben die beiden Liegenschaften kürzlich der Stadt zum Kauf angeboten. Diese zeigt sich bereit, unter bestimmten (Preis-)Bedingungen das Angebot anzunehmen.

Ein grosser Teil des Areals sei bereits in den vergangenen Jahren durch Neubauten wie das «St.Leopard»-Gebäude, den Bau des Kaufmännischen Vereins oder die Fachhochschule definiert worden, sagt Kessler. Ein Projekt Lagerstrasse mit öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss könne nun dazu beitragen, deren städtebauliche Defizite zu beheben und den Ort auch abends zu beleben. Denkbar sei ein Hotel. Eine klare Vision, welche Rolle das Gebiet Bahnhof Nord dereinst haben soll, gibt es aber noch nicht. «Dieser Ort wird in den kommenden Jahren auch aufgrund der Neuordnung der Zugänge zum Bahnhof an Bedeutung gewinnen», sagt Kessler.

Fachhochschule braucht Raum

Eine wichtige Rolle bei der Planung spielt auch der oberirdische SBB-Parkplatz neben der Lokremise. Die SBB hatten das Areal per 1. September 2008 dem Kanton verkauft, sich aber eine Nutzung bis Ende des Jahres 2028 gesichert. Welche Pläne der Kanton danach verfolgt, ist unklar. Bekannt ist aber, dass die Fachhochschule bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze ist; schon seit einigen Jahren nutzt sie zwei provisorische Pavillons auf der Kreuzbleiche neben dem KV. Ein Erweiterungsbau auf dem heutigen Parkplatz wäre für die FHS eine gute Lösung. Allerdings dürfte diese viel zu spät realisiert werden können. Man habe deshalb der Stadt bereits das Interesse an den Räumlichkeiten in einem allfälligen Neubau in der Klubhaus-Häuserzeile mitgeteilt, sagt Verwaltungsdirektor Carlo Höhener. Stadtplaner Florian Kessler gibt sich diesbezüglich aber zurückhaltend.

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