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Spanier ziehen nicht ins «Kreuz»

ST.GALLEN. Das Spanische Klubhaus kann nun doch nicht wie geplant ins Restaurant Kreuz in Winkeln umziehen. Zuerst kam die Stadt mit der Planung der Sanierung nicht vom Fleck. Nun kommt sie zum Schluss: Eine Sanierung wäre zu teuer.
Christina Weder
Das Kreuz mit dem «Kreuz»: Die Spanier müssen für ihr Klubhaus eine andere Bleibe suchen. (Archivbild: Urs Bucher)

Das Kreuz mit dem «Kreuz»: Die Spanier müssen für ihr Klubhaus eine andere Bleibe suchen. (Archivbild: Urs Bucher)

Alles schien geregelt, die Zukunft des Spanischen Klubhauses gesichert. Der beliebte Treffpunkt hinter dem St.Galler Hauptbahnhof sollte im Frühling ins Restaurant Kreuz in Winkeln umziehen. Das stand seit anderthalb Jahren feSt.Gestern kam die überraschende Wende: Der Umzug kommt nicht zustande. Das «Kreuz» könne nicht als Spanisches Klubhaus weitergeführt werden, teilte Stadträtin Patrizia Adam mit.

Es sei nicht möglich, die Idee eines «Quartierrestaurants mit spanischem Ambiente» umzusetzen. Der Umzug vom Zentrum ins Quartier ist gescheitert.

Kosten: Eine Million Franken

Patrizia Adam begründet dies damit, dass die Kosten für die Sanierung des Restaurants Kreuz zu hoch seien. Rund eine Million Franken wäre dafür nötig. Das sei zu viel, zumal es sich bloss um eine vorübergehende Nutzung gehandelt hätte.

So hatte die Stadt das «Kreuz» vor drei Jahren mit der Absicht erworben, bei der Entwicklung von Winkeln die Hand im Spiel zu haben und es in etwa zehn Jahren durch einen Neubau zu ersetzen. Für das Spanische Klubhaus wäre das «Kreuz» in Winkeln also von Anfang an eine befristete Bleibe gewesen. Nicht zuletzt deshalb hatte die Stadt vor, im «Kreuz» nur die notwendigsten Sanierungsarbeiten auszuführen. Die Spanier wollten mit Eigenleistungen wie Malerarbeiten ihren Teil dazu beitragen. Stets war von einer «sanften Sanierung» die Rede. Trotzdem liessen sich die Kosten laut Adam nicht im Zaum halten. Insbesondere die neue Küche und die Lüftungsanlagen hätten zu Buche geschlagen. Die vorgesehene Asbestsanierung hätte dagegen kaum Kosten verursacht.

Am Donnerstag sagte die Stadt dem Verein Hogar Español, der das Spanische Klubhaus betreibt, definitiv ab. «Nun müssen sich die Spanier nach einer Alternative umsehen», sagt Adam. Die Stadt werde sie unterstützen.

Mietvertrag läuft bis April 2015

Der Mietvertrag der Spanier am alten Standort an der Lagerstrasse läuft Ende April 2015 aus. Er war im vergangenen Sommer zum zweiten Mal verlängert worden, nachdem bei der Stadt die Planung der Sanierung nicht vom Fleck kam. Obwohl die Spanier bereits im September ins «Kreuz» umziehen sollten, zeichnete sich bald ab, dass dieses bis dahin noch längst nicht bezugsbereit sein würde.

José Vila, Präsident des Spaniervereins, steht nun abermals vor einer ungewissen Zukunft. Für ihn ist es eine Geschichte, deren Ende nicht absehbar ist: «Wir wissen nicht, wie es weitergeht», sagt er und hofft, dass das Klubhaus vielleicht doch am alten Standort bleiben kann. Denn vor einem Monat hat sich die Situation an der Lagerstrasse verändert. Es wurde bekannt, dass das Spanische Klubhaus und dessen Nachbargebäude wieder zum Verkauf stehen.

Die drei Familienausgleichskassen, die dort einen Büroneubau planen, haben der Stadt die beiden Liegenschaften zum Kauf angeboten. Die Stadt hat diesbezüglich noch keinen Entscheid gefällt, wie Patrizia Adam sagt. Sollte sich die Stadt zu einem Kauf entschliessen, sei denkbar, dass der Mietvertrag mit den Spaniern verlängert werde. Aber auch in diesem Fall wäre es bloss eine befristete Bleibe, denn eine Sanierung des Klubhauses schliesst sie aus Kostengründen aus.

Quartiertreffpunkt im «Kreuz»

Für das «Kreuz» in Winkeln, das seit der Pensionierung der Wirtin vor über einem Jahr leer steht, hat die Stadt andere Pläne. Es soll vorläufig als Quartiertreffpunkt erhalten bleiben. Die Kegelbahn und der Saal sollen weiterhin vom Quartier genutzt werden können. Die Sanierung wird auf ein Minimum beschränkt, die Küche nicht erneuert. Es ist kein Restaurant mit warmer Küche mehr vorgesehen, lediglich ein Quartier-Café. Allerdings gibt es dafür bis jetzt weder einen Zeitplan noch ein Konzept.

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