Späte Verteidigung des Stadtrats

SP-Stadtparlamentarierin Alexandra Akeret hatte am 10. November eine Einfache Anfrage eingereicht mit dem Titel «Hüten statt unterrichten – beaufsichtigen statt fördern». Die Bugdetdebatte im Parlament fand am 9. Dezember statt.

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SP-Stadtparlamentarierin Alexandra Akeret hatte am 10. November eine Einfache Anfrage eingereicht mit dem Titel «Hüten statt unterrichten – beaufsichtigen statt fördern». Die Bugdetdebatte im Parlament fand am 9. Dezember statt. Ein zentraler Punkt war die umstrittene Regelung der Stellvertretungen an den Schulen. Nachdem der Stadtrat vom Parlament zurückgepfiffen worden war, musste er noch die Anfrage Akerets beantworten. Die Lehrerin und Politikerin wollte wissen, weshalb die neue Vorschrift in den Schulen «so kurzfristig kommuniziert und umgesetzt wurde» – also nach den Herbstferien. Der Stadtrat antwortet auf diese Frage, er habe rasch Sparpotenziale realisieren wollen, und bei den Stellvertretungen bestünden keine vertraglichen Bindungen.

Interessant ist auch der Teil der Anfrage, wie die Regelung der Stellvertretungen in anderen Gemeinden aussehe, schliesslich habe der Stadtrat ja darauf hingewiesen, dass andere Gemeinden diese Art der Regelung auch kennen würden. In Kirchberg und in Degersheim würden bei kurzfristigen Absenzen von Lehrpersonen Heilpädagoginnen und -pädagogen einspringen, antwortet der Stadtrat. Bei Ausfällen, bei denen von Beginn an klar sei, dass sie länger dauern, würden dort sofort Stellvertretungen gesucht. In Thal und Diepoldsau regelten die Schulleitungen die Einsätze von Stellvertretungen in Form von «vorhandenem» Personal, heisst es in der Antwort des Stadtrats. In Ebnat-Kappel wird auf der Primarstufe für die Regelung des ersten Fehltags jede Klasse einer anderen Lehrperson zugewiesen. (dwi)