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SP wittert Morgenluft, SVP gibt sich geheimnisvoll

Nach der gestrigen Wahlüberraschung scharrt die SP mit den Hufen, die CVP ist sauer, und die FDP pocht auf Loyalität unter Bürgerlichen. Derweil überlegt die SVP, auf welche Seite sie sich schlägt.
Elisabeth Reisp
Andreas Dudli Präsident FDP Stadt St. Gallen

Andreas Dudli Präsident FDP Stadt St. Gallen

Gestern war kein guter Tag aus Sicht der CVP. Sie hat drei Sitze im Stadtparlament verloren, und Stadträtin Patrizia Adam hat die Wiederwahl knapp verpasst. Parteichef Michael Hugentobler liess aber an Stadträtin Patrizia Adam keine Zweifel aufkommen. «Wir stehen voll und ganz hinter ihr und wollen, dass sie noch einmal antritt.»

Seinen Frust konnte Hugentobler nur knapp verbergen. Wenig verwunderlich bei dieser Ausgangslage: Ein Stadtpräsident (FDP) und vier Stadträte (zweimal CVP, SP, parteilos), die sich der Wiederwahl stellten. Trotzdem überraschte die FDP mit einem eigenen Kandidaten, Marcel Rotach, und rüttelte damit am bürgerlichen Zusammenhalt. Auf ebendiesen pocht nun FDP-Parteipräsident Andreas Dudli: «Wir Bürgerliche müssen geeint auftreten, sonst stärken wir die Linken.» Dudli glaubt nicht, dass die FDP für den Schlamassel verantwortlich ist, in dem die CVP und Patrizia Adam stecken. Das Ergebnis sei ihr Resultat, sagt er.

SP als lachende Dritte

Ob die FDP noch einmal mit Rotach antritt, hänge davon ab, wie sich die Bürgerlichen verhalten, sagte Dudli. Momentan sei alles möglich. Wahrscheinlicher ist aber, dass nicht einmal die SVP der FDP den Rücken stärkt. Deren Vertreter hatten sich damals erbost über das Vorgehen der FDP gezeigt, bisherige Stadträte herauszufordern. Kurz darauf kündigten sie an, möglicherweise einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, sollte es zu einem zweiten Wahlgang kommen. Ob die SVP ihre Drohung wahr macht, wollte Fraktionschefin Karin Winter-Dubs gestern nicht preisgeben. Die Parteileitung werde heute tagen und dann informieren, sagte sie geheimnisvoll.

Lachende Dritte ist nach gestern die SP. Ihre Kandidatin Maria Pappa war ursprünglich nur eine Reaktion auf die Kandidatur der FDP. Doch Pappa brachte es im ersten Wahlgang auf beachtliche 7914 Stimmen und liegt damit nur gut 1000 Stimmen hinter Adam. «Grandios», bezeichnete SP-Parteichef Peter Olibet das Resultat. Wie weiter, das werde an der Mitgliederversammlung entschieden. Olibet: «Mit diesem Resultat müssen wir eigentlich weitermachen.»

Peter Olibet Präsident SP Stadt St. Gallen

Peter Olibet Präsident SP Stadt St. Gallen

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