SP will den Rabatt für Geschwister beibehalten

Die SP kritisiert Tarifmassnahmen bei der ausserschulischen Kinderbetreuung. Vom Stadtrat fordert die Partei konkret, die Beibehaltung des Geschwisterrabatts. In einer Mitteilung reagiert die SP auf Medienberichte über Massnahmen, die für betroffene Familien die Tarife für diese Betreuung ab 1.

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Die SP kritisiert Tarifmassnahmen bei der ausserschulischen Kinderbetreuung. Vom Stadtrat fordert die Partei konkret, die Beibehaltung des Geschwisterrabatts. In einer Mitteilung reagiert die SP auf Medienberichte über Massnahmen, die für betroffene Familien die Tarife für diese Betreuung ab 1. August erhöhen. Einmal zählt nicht mehr nur das Einkommen, sondern auch ein Teil des Vermögens bei der Berechnung der Preise mit. Und der Geschwisterrabatt soll abgeschafft werden: Bisher zahlen Eltern für das erste Kind den vollen Preis, für das zweite 90, für das dritte noch 80 Prozent.

Auswirkungen abwarten

Die SP wehrt sich «aus sozial- und familienpolitischen Gründen» gegen diese letzte «Sparmassnahme». Innert eines Jahres verteuerten drei Faktoren die ausserschulische Kinderbetreuung massiv. Im August 2014 seien dank «Fit13plus» die Tarife in den Tagesbetreuungen und Mittagstischen erhöht worden. Mit der neuen Bemessungsmethode mit Einbezug des Vermögens erfolge erneut eine indirekte Erhöhung des Tarifs. Statt abzuwarten, was diese Massnahmen für die Familien bedeuteten, dopple der Stadtrat mit der Abschaffung des Geschwisterrabattes gleich nach.

Innert eines Jahres würden Familien so auf verschiedenste Weise zusätzlich zur Kasse gebeten. Das Ziel, dass möglichst viele Kinder den Mittagstisch benützten, werde gefährdet. Familien mit knappem Budget müssten sich so überlegen, ob sie für ihre Sprösslinge davon Gebrauch machen wollten, warnt die SP. Die Gefahr bestehe, dass viele Kinder wieder vermehrt alleine zu Hause gelassen würden. TV und Computer würden so verstärkt zum Babysitter.

Keine neuen Hürden aufbauen

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss nach Meinung der SP «für alle bezahlbar sein». Die Abschaffung des Geschwisterrabattes treffe Familien mit vielen Kindern und verhindere, dass gut ausgebildete Frauen nebst der Familienarbeit berufstätig bleiben könnten. Eine fortschrittliche und familienfreundliche Stadt fördere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, statt Hürden aufzubauen. (pd/vre)

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