SP wehrt sich gegen Schiesslärm

GOSSAU. Die SP-Stadtparlamentarierin Monika Gähwiler-Brändle kritisiert den Ausbau des Schiessplatzes im Breitfeld. Sie fordert Massnahmen, um den Lärm einzudämmen.

Linda Müntener
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Schiessübungen im Breitfeld sind für Anwohner laut SP lärmintensiv. (Archivbild: Philipp Baer)

Schiessübungen im Breitfeld sind für Anwohner laut SP lärmintensiv. (Archivbild: Philipp Baer)

Die Gossauer SP-Stadtparlamentarierin, Monika Gähwiler-Brändle, hat beim Stadtrat eine Einfache Anfrage zum militärischen Schiessplatz Breitfeld eingereicht. Dies weil laut Eidgenössischem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) alle Einsprachen abgewiesen worden seien. «Obwohl das Hauptanliegen der Einsprechenden– die Reduzierung des Schiesslärms – nicht berücksichtigt wird», schreibt Gähwiler-Brändle.

Erhöhung der Lärmbelastung

Auch die SP-Kantonsrätin Anita Blöchliger Moritzi hat den geplanten Ausbau des Schiessplatzes kritisiert. (Ausgabe vom 25. März). Für sie und Gähwiler-Brändle ist klar, dass mit dem Bauprojekt die Schusszahl erhöht wird, was zu einer Erhöhung der Lärmbelastung führt. Zwar räume das VBS ein, dass der Waffenplatz bezüglich Lärmschutz saniert werden müsse. «Wann das geschieht, bleibt jedoch offen», schreibt Gähwiler-Brändle.

Regierung soll eingreifen

Im August 2011 hat sich der Stadtrat zum Schiesslärm geäussert. In einzelnen Gebieten werde die Lärmgrenze überschritten, so die damalige Stellungnahme. Der Stadtrat verlange Massnahmen, um die Lärmschutzverordnung einzuhalten. Gähwiler-Brändle will nun wissen, ob der Stadtrat an dieser Aussage festhält. Sie fordert ihn zudem auf, bis 6. April beim Bundesverwaltungsgericht zu intervenieren. «Damit vor einem Ausbau wirksame Lärmschutzmassnahmen durchgeführt werden.» Ausserdem fragt die SP-Stadtparlamentarierin, was der Stadtrat tun will, um die Einhaltung der Lärmgrenzwerte zu gewährleisten.