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SP verlangt Sofortmassnahmen

Wie soll die Stadt mit dem Autoverkehr umgehen, ohne ihn abzuwürgen und ohne daran zu «ersticken»? Diese Frage bleibt auch nach der heftigen Verkehrsdebatte vom Januar und Februar ungelöst. Klar ist aber, dass der Streit weitergeht.
Provisorium: Das neue Lichtsignal im Riethüsli erlaubt dem Bus, nach der Schlaufe durchs Quartier wieder in die Teufener Strasse einzubiegen. (Bild: Leserbild: Daniel Widmer)

Provisorium: Das neue Lichtsignal im Riethüsli erlaubt dem Bus, nach der Schlaufe durchs Quartier wieder in die Teufener Strasse einzubiegen. (Bild: Leserbild: Daniel Widmer)

In Abwandlung eines Fussballer-Sprichwortes könnte man sagen, dass nach der Abstimmung über den Autobahnanschluss im Güterbahnhof vor der nächsten Verkehrsdebatte ist. Nach dem Frontalangriff der FDP aufs Mobilitätskonzept (Tagblatt vom 18. Februar) bringt sich dafür jetzt auch die SP in Position. Auch sie hat klare Vorstellungen, wie man nach dem Nein zu ihrer Güterbahnhof-Initiative mit der «Stau-Stadt» umgehen soll. Sie fordert in einer Mitteilung konkrete Sofortmassnahmen. Und es ist absehbar, dass diese der Gegenseite sauer aufstossen und Reaktionen auslösen werden.

«Beherzt und zügig handeln»

Für die SP ist klar: Der Ball in Sachen Verkehr liegt jetzt beim Stadtrat. Von ihm erwartet die Partei, dass er «beherzt und zügig» handelt. Kritik äussert sie daran, dass die Stadtregierung bei etlichen rasch umsetzbaren Massnahmen keine hohe Dringlichkeit sehe. Der motorisierte Individualverkehr auf dem städtischen Strassennetz stagniere zwar quantitativ seit Jahren. Trotzdem sässen Busse und Gewerbetreibende in den Spitzenzeiten im Verkehr fest. Die Diskussion um die Güterbahnhof-Initiative hat für die SP aber gezeigt, dass viele Städter «schnelle Entlastungen und Anpassungen wollen». Vor allem der öffentliche Verkehr solle nicht länger durch Autos behindert werden, fordert die SP-Mitteilung.

Konkrete Vorschläge

Vom Stadtrat erwartet die SP nun, dass er Massnahmen aus dem Mobilitätskonzept zur Reduktion des Autoverkehrs sofort anpackt und umsetzt. Das sei bei einem Grossteil der Vorschläge in diesem Bereich ohne grossen finanziellen Aufwand möglich. Konkret fordert die SP die Umgestaltung von Strassenräumen zur «Verstetigung des Verkehrs» und zur «Erhöhung der Lebensqualität». Nötig sei dies etwa auf der Zürcher Strasse in der Lachen und in Bruggen, auf der Rorschacher Strasse im Krontal, an der Langgasse und auf der St. Leonhard-Strasse.

In den Quartieren will die SP den Verkehr «auf das Nötigste reduzieren». Dies mit Strassenrückbauten, Begegnungszonen auf Quartier- und Tempo-30-Zonen auf Hauptstrassen. Pförtneranlagen zur Dosierung des Autoverkehrs wünscht sich die SP im Riethüsli, an der Appenzeller Strasse in Winkeln und im Zil. Eine weitere Reduktion des Autoverkehrs erhofft sich die SP durch eine Gebührenerhöhung für öffentliche Parkplätze sowie die Reduktion der Parkplatzzahl. Zudem verlangt die SP eine konsequente Priorisierung für den öV. Dies mit Anpassungen an Lichtsignalen, Haltestellen auf der Fahrbahn, der Beseitigung von Hindernissen. (vre)

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