SP spaziert im «Fusionsgebiet»

Arnegg wird sich in nächster Zeit stark verändern, sofern die aufgegleisten Projekte realisiert werden. Dies wurde am Sommeranlass der SP Gossau-Arnegg deutlich. Der Abend endete in der Gemeinde Andwil, die aus Sicht der SP auch zu Gossau gehören soll.

Sebastian Schneider
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Hans-Peter Roters, Leiter Tiefbauamt der Stadt Gossau, erklärt auf dem Biofutter-Turm, welche Bauprojekte in Arnegg in Planung sind. (Bild: Sebastian Schneider)

Hans-Peter Roters, Leiter Tiefbauamt der Stadt Gossau, erklärt auf dem Biofutter-Turm, welche Bauprojekte in Arnegg in Planung sind. (Bild: Sebastian Schneider)

ARNEGG/ANDWIL. «Sensationell», «phantastisch», «hier würde ich gerne wohnen». Zuoberst auf dem Biofutter-Turm angekommen, kann niemand seine Begeisterung ob der prächtigen Aussicht auf das Fürstenland unterdrücken. Die Plattform auf dem 33 Meter hohem Turm am Bahnhof von Arnegg bietet auch einen direkten Blick auf das Alpsteinmassiv und selbstverständlich auch auf Arnegg selber. Bestens zu sehen ist auch Andwil – «das Fusionsgebiet», wie es an diesem Abend auch genannt wird.

Nicht zufällig in Arnegg

Auf dem Turm befindet sich am Mittwochabend ein Dutzend Gossauer, das am Sommeranlass der SP teilnimmt. «Es ist kein Zufall, dass wir zuerst in Arnegg Stationen besuchen und danach nach Andwil weiterziehen», erklärte Ruedi Blumer, Präsident der SP Gossau-Arnegg, vor dem Aufstieg auf den Turm. Im Februar finde die wichtige Abstimmung zur Fusion der Gemeinden statt. Die SP stehe der Vereinigung von Andwil, Gossau und der Schulgemeinde seit jeher positiv gegenüber (siehe Kasten).

Arnegg erhält neues Gesicht

Der exklusive Blick auf Arnegg nutzt das Dutzend aber nicht nur, um die Grenzen zwischen Arnegg und Andwil zu studieren, sondern auch, um zu sehen, wie sich der kleine Gossauer Ortsteil entwickeln könnte. Dafür hat die SP den Leiter des Tiefbauamtes, Hans-Peter Roters, eingeladen. Von oben deutet er auf den Arnegger Berg, den Bahnhof, auf zahlreiche Grünflächen. Er erklärt, wo der Arnegger Bach in Zukunft seinen Lauf haben soll. Auch die Bischofszellerstrasse, die das Dorf heute entzweit, soll aufgewertet werden. «Arnegg ist für die Stadt Gossau ein enorm wichtiges Gebiet», sagt Roters.

Am Bahnhof führt er seine Erläuterungen fort. Ganz zur Freude der Zuhörer spricht er von der angedachten Personenunterführung, von einem Halbstundentakt des Busses und einer neuen Haltekante. Eine weitere Station ist das «Dorfzentrum», der jüngst erneuerte Kinderspielplatz. Dieser Platz soll schon bald von einer neuen Überbauung flankiert werden. Zum Schluss erklärt Roters, wie durch die Bachsanierung das Risiko von Hochwasser minimiert werden kann.

Die Gruppe, stets in Begleitung des Stadtrats Stefan Lehnherr, spaziert, während es langsam dunkel wird, über den Zehnstadelweg nach Andwil. Und Lenherr lässt es sich nicht nehmen, den politischen Prozess zu schildern, der für die Realisierung des Weges nötig war. Im Restaurant Schönau nimmt der Abend mit einem Apéro schliesslich sein Ende.