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SP schickt Maria Pappa ins Rennen

Neben ihrem Bisherigen Peter Jans tritt auch die SP am 25. September mit einer zweiten Kandidatur zu den Stadtratswahlen an. Die Parteileitung schlägt die 45jährige Stadtparlamentarierin Maria Pappa als Sprengkandidatin vor. Offiziell nominiert wird am 6. Juli.
Reto Voneschen
Maria Pappa, Sprengkandidatin der SP für die St. Galler Stadtratswahlen vom Herbst. (Bild: Benjamin Manser)

Maria Pappa, Sprengkandidatin der SP für die St. Galler Stadtratswahlen vom Herbst. (Bild: Benjamin Manser)

Ende der vergangenen Woche haben es die Spatzen von den Dächern gepfiffen: Die SP-Stadtpartei will im Herbst neben ihrem Bisherigen – Peter Jans wurde bereits im Mai dafür nominiert – eine zweite Kandidatin in die Stadtratswahlen schicken. Gestern erfolgte die Bestätigung: Die Stadtparlamentarierin und Sozialpädagogin Maria Pappa soll ins Rennen um die Stadtregierung steigen. Das letzte Wort hat die Parteibasis. Die Nominationsversammlung ist auf den 6. Juli angesetzt.

«FDP-Angriff auf soziale Werte»

SP-Stadtparteipräsident Peter Olibet begründete gestern die zusätzliche Kandidatur mit dem Vorgehen der FDP. Es sei das gute Recht der Freisinnigen, einen Sprengkandidaten ins Rennen zu schicken. Die SP habe 2014 auch niemanden um Erlaubnis gefragt, als sie der FDP mit Peter Jans einen Stadtratssitz abgenommen habe. Die FDP begründe jetzt aber die zusätzliche Stadtratskandidatur damit, dass sie «die bürgerlichen Kräfte» im Stadtrat stärken wolle. Vor dem Hintergrund, dass der Stadtrat heute bereits im Verhältnis vier zu eins bürgerlich dominiert sei, gelte dieser Angriff klar der SP und ihren Werten, interpretierte Peter Olibet gestern. Die FDP wolle offenbar die sozialen Kräfte nicht mehr im Stadtrat vertreten haben. Dies und die Tatsache, dass die linksgrüne Wählerschaft im Stadtrat «klar untervertreten» sei, habe den SP-Parteivorstand bewogen, die Ausgangslage zu überdenken. Dabei sei man zum Schluss gekommen, auch Auswahl bieten und eine zweite Kandidatur lancieren zu wollen. Ziel sei die Rückeroberung des zweiten SP-Sitzes in der Stadtregierung. Wobei sich die Kandidatur von Maria Pappa nicht konkret gegen ein bisheriges Stadtratsmitglied richte. Vielmehr sollten so Wählerinnen und Wähler – insbesondere der SP – am 25. September wirklich «eine echte Auswahl» haben.

Für eine soziale und offene Stadt

SP-Kandidatin Maria Pappa ist eine klassische Seconda, eine Stadtsanktgallerin mit italienischen Wurzeln. Die Sozialpädagogin ist im Stadtzentrum aufgewachsen. Seit ihrer Jugend ist sie ehrenamtlich engagiert – im Blauring, in schulischen Diskussionsgruppen oder auch in der katholischen Kirche, in der sie bis heute in diversen Gremien tätig ist. Nach Abschluss der Handelsmittelschule arbeitete sie zuerst bei einer Versicherung in der Buchhaltung. Vor zwanzig Jahren stieg sie nach einem Studium an der Fachhochschule in die Sozialarbeit ein. Seit 2005 ist sie Leiterin der Tagesbetreuung für Schulkinder der Stadt St. Gallen, seit 2009 zusätzlich Leiterin des freiwilligen Schulhausangebots. Ihr oberster Chef ist somit Markus Buschor: Der parteilose Stadtrat ist durch die Kandidatur von Rotach und Pappa am ehesten von einer Abwahl bedroht (siehe Kasten). Im St. Galler Stadtparlament sitzt Maria Pappa seit Anfang 2013. Dort hat sie sich stark für soziale Fragen und Themen engagiert. Nach einer Wahl in den Stadtrat will sie ihr Gedankengut für ein soziales, offenes und modernes St. Gallen auch in dieses Gremium tragen.

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