SP-Politikerin stellt Rolle der Quartiervereine in Frage

Quartiervereine vertreten die Bevölkerung nur «sehr beschränkt»: Das findet Stadtparlamentarierin Susanne Schmid. Sie will vom Stadtrat wissen, wie und mit wem er bei Fragen rund um Quartiere kommuniziert.

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In der Stadt St. Gallen gibt es 17 Quartiervereine. Darunter auch Vereine, deren Vorstände «sehr einseitig zusammengesetzt» seien, schreibt Stadtparlamentarierin Susanne Schmid (SP) in einer Einfachen Anfrage mit dem Titel «Wer vertritt die Quartierbevölkerung?».

Es gibt auch Anwohnervereine

Nach Meinung der Parlamentarierin spiegeln einige Quartiervereine die Bevölkerung «nur sehr beschränkt». Daher sei es falsch, sie als alleinige Vertreter der Quartierbevölkerung anzuschauen. Zumal es in einigen Quartieren noch Anwohnervereine gebe, «die sich ebenfalls für das Wohl der Quartierbewohner engagieren». Susanne Schmid befürchtet eine Bevorzugung von Quartiervereinen gegenüber Anwohnervereinen und will daher vom Stadtrat wissen, wie er grundsätzlich mit der Quartierbevölkerung bei Fragen rund um ein Quartier kommuniziert. Und, wie er die Stellung von Quartiervereinen im Vergleich mit jener der Anwohnervereine beurteilt.

Rolle des Quartierentwicklers

Ausserdem fragt die SP-Politikerin, wie der Stadtrat sicherstellt, dass in Quartierbelangen «seitens der Verwaltung nicht nur die Quartiervereine als alleinige Vertreter der Bevölkerung einbezogen werden».

Schliesslich kommt in der Einfachen Anfrage auch noch die Aufgabe des Quartierentwicklers zur Sprache. Susanne Schmid will wissen, welche Rolle er bei der Kommunikation zwischen Stadt und Quartierbewohnern übernehmen könnte. (mke)