SP befürwortet Durchgangszentrum

Die städtische SP stellt sich hinter die Aufnahme von Asylsuchenden in der Stadt St. Gallen. Es brauche «schnelle und unkomplizierte Lösungen für die wachsende Zahl von Flüchtlingen, die in der Schweiz Schutz suchen», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

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Die städtische SP stellt sich hinter die Aufnahme von Asylsuchenden in der Stadt St. Gallen. Es brauche «schnelle und unkomplizierte Lösungen für die wachsende Zahl von Flüchtlingen, die in der Schweiz Schutz suchen», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Deshalb sei es zu begrüssen, dass auch in der Stadt St. Gallen ein kantonales Durchgangszentrum betrieben wird. Die SP zeigt sich «überzeugt, dass die Bevölkerung den Flüchtlingen mit Wohlwollen begegnen wird». Sie erinnert daran, dass es früher mitten in der Stadt in einem Wohngebiet an der Felsenstrasse ein Durchgangszentrum gegeben hat und dies gut funktioniert habe.

Im der Zivilschutzanlage des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums werden künftig bis zu 100 Asylsuchende untergebracht. In oberirdischen Containern wird die Tagesbetreuung angeboten. Diese Lösung lasse eine gute Betreuung der Asylsuchenden nicht zu, schreibt die SP weiter. Es sei «äusserst problematisch», teilweise traumatisierte und von der Flucht geprägte Menschen in einer unterirdischen Zivilschutzanlage unterzubringen. Laut SP-Präsident Peter Olibet stehe die Stadt St. Gallen in der Pflicht, eine Lösung zu finden, die eine menschenwürdige Unterbringung und Betreuung ermögliche.

Aufgrund der Dringlichkeit scheine die Zivilschutzanlage kurzfristig die einzige Möglichkeit zu sein. Mittelfristig sei die Stadt aber gefordert, dem Kanton eine geeignete Unterkunft für ein permanentes Durchgangszentrum anzubieten. Als Alternativen bringt die SP das leerstehende Gebäude an der Wassergasse, das der Stadt gehört, oder das ebenfalls leerstehende Hotel Ekkehard ins Spiel. Sie sei überzeugt, dass es möglich sein sollte, eine menschenwürdige Unterkunft zu finden, und erwarte vom Stadtrat ein «schnelles und beherztes Handeln». (pd/dag)