Soul und Funk im Jazzkeller

RORSCHACH. Im Jazzkeller des Seerestaurants trat Hubert Tubbs, der ehemalige Leadsänger der international bekannten Band Tower of Power, auf. Begleitet wurde der Weltstar von der Hausband des Jazzclubs.

Ursina Ghilardi
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Hubert Tubbs und die Hausband des Jazzclubs harmonierten perfekt auf der Bühne, obwohl sie nur ein einziges Mal zusammen geprobt hatten. (Bild: Ursina Ghilardi)

Hubert Tubbs und die Hausband des Jazzclubs harmonierten perfekt auf der Bühne, obwohl sie nur ein einziges Mal zusammen geprobt hatten. (Bild: Ursina Ghilardi)

Hubert Tubbs stand schon mit Musikgrössen wie The Rolling Stones, Santana oder Bob Dylan auf der Bühne. Er war zudem Leadsänger der international bekannten Band Tower of Power. Vergangenen Freitag trat er im Jazzkeller des Seerestaurants auf. Begleitet wurde er von der Hausband des Jazzclubs, bestehend aus Benni Bilgeri, Gitarre, Christof Waibel, Piano und Gesang, Tony Heidegger, Flöte und Saxophon, John Service, Posaune, Lorenzo Wilson, Bass, und Andy Leumann, Schlagzeug. «Dieses Konzert ist ein hammertolles Ereignis. Hubert Tubbs ist ein Weltstar. Ich freue mich riesig auf den heutigen Abend», sagt Tony Heidegger kurz vor Konzertbeginn.

Mehr Reservationen

Nicht nur für die Musiker, auch für Musikbegeisterte scheint der Auftritt von Hubert Tubbs etwas Besonderes zu sein. «Wir haben deutlich mehr Reservationen als bei anderen Konzerten entgegennehmen dürfen», bestätigt Ana Argudo, die mitverantwortlich ist für das Programm.

Glamouröse Stimme

Kurz nach neun steigt die Spannung. Nach einem mitreissenden Intro der Hausband betritt Hubert Tubbs die Bühne. Seine Kleidung ist schlicht und unauffällig, aber schon nach wenigen Takten ist klar, warum er ein Weltstar ist. Die Bandbreite seiner kraftvollen, charismatischen Stimme reicht von tiefen Kehllauten über heisere Flüstertöne bis hin zu hohen, vibrierenden Tönen. «Ich habe viel Spass im Jazzkeller. Das Zusammenspiel mit der Band ist grossartig», sagt er in der Pause strahlend. Am Vortag erst hätten sie sich zur ersten und letzten Probe getroffen. «Wenn man so wenig Zeit hat zu üben und es auf der Bühne dann trotzdem klappt, ist das wunderbar», sagt Pianist Christoph Waibel. Bandkollege Lorenzo Wilson bezeichnet Tubbs schlicht als «Mister Fantastic».

Die Freude der Musiker an ihrem Spiel springt aufs Publikum über. Obwohl die Mehrheit höchstens mit Kopf und Füssen im Takt wippen, fallen die Bewertungen positiv aus. «Unsere Erwartungen wurden absolut erfüllt. Hubert Tubbs ist ein toller Sänger, und die Hausband spielt super wie immer», lautet der Tenor. Als Kritikpunkt wurden einzig die vielen Coverversionen und wenigen Improvisationen genannt. «So viel Soul und Funk gibt es im Jazzkeller selten zu hören», freut sich dafür eine Besucherin. Sie hat schon zu Beginn des Konzerts ihr Tanzbein geschwungen. Mit dem Fortschreiten des Abends tun es ihr immer mehr gleich.