Sorgen um den Ruf der Olma Messen

Am Samstagabend ist es im Luna-Park zu Ausschreitungen gekommen. Betrunkene Besucher sind unter anderem auf Polizisten losgegangen. Bereits an der Olma war es zu negativen Zwischenfällen gekommen. Nicolo Paganini, Direktor der Olma Messen, fürchtet um den Ruf der Messen, vor allem in der Restschweiz.

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Nicolo Paganini Direktor Olma Messen St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Nicolo Paganini Direktor Olma Messen St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Am Samstagabend ist es im Luna-Park zu Ausschreitungen gekommen. Betrunkene Besucher sind unter anderem auf Polizisten losgegangen. Bereits an der Olma war es zu negativen Zwischenfällen gekommen. Nicolo Paganini, Direktor der Olma Messen, fürchtet um den Ruf der Messen, vor allem in der Restschweiz.

Frustriert es Sie, dass es nach der Olma im Herbst nun schon wieder zu Tätlichkeiten gekommen ist?

Es ist vielmehr enttäuschend. Die Messe selbst lief so gut, wir haben viele gute Rückmeldungen von Besuchern und Ausstellern erhalten. Nur wegen ein paar Idioten, die nicht mit Alkohol umgehen können, Genuss mit Saufen verwechseln und jeglichen Respekt verlieren, haben wir wieder negative Schlagzeilen.

Befürchten Sie einen Imageschaden für Olma und Offa?

Es beschäftigt uns schon, dass wir unsere Marken nicht im Griff haben. Wenn ausserhalb des Messegeländes etwas passiert, heisst es immer, es sei «an der Olma» oder eben an der Offa passiert. Egal, ob diese Leute tatsächlich an der Messe waren oder nicht. Gegen aussen werden nur die Namen der Messen transportiert. Wir wollen Publikum aus der ganzen Schweiz ansprechen. Es wäre sehr schade, wenn Berner oder Luzerner denken würden, es sei gefährlich, an die Messe zu kommen.

Gibt es Pläne oder Vorsätze, das Thema Alkoholausschank in den Hallen noch restriktiver anzugehen?

Wir werden unsere Aussteller bestimmt noch einmal sensibilisieren. Aber wenn es zu Ausschreitungen während der Messezeit kommt, etwa auf dem Jahrmarkt, wissen wir nicht, ob das Messebesucher waren. Und wenn ja, ob sie den Alkohol wirklich in unseren Hallen bekommen haben oder sich diesen am Jahrmarkt oder im Tankstellen-Shop besorgt haben.

Es gibt bereits runde Tische für die Messen, an denen Messeteilnehmer und Betroffene über Probleme diskutieren. Nützen sie überhaupt?

Für die Olma sind runde Tische wichtiger als für die Offa, weil die Messe grösser ist und über mehr Player verfügt. Es geht an den runden Tischen vor allem darum, Lösungen zu suchen, wie man es noch besser machen könnte. Denn, und das wollen wir von den Olma Messen vermitteln, Vorfälle zur Messezeit schaden allen. (rsp)