Sonnenstrasse in Keller verlegen

ST.GALLEN. Heute zerschneidet die Sonnenstrasse zwischen dem Autobahnanschluss St.Fiden und dem Spelteriniplatz das Quartier. Der neue Stadtsanktgaller Richtplan belebt eine alte Idee: Die Sonnenstrasse soll tiefer gelegt und überdeckt werden.

Reto Voneschen
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Die Sonnenstrasse beim Autobahnanschluss St. Fiden. Hier soll sie dereinst in einem Tunnel verschwinden. Nach rechts würde gemäss neuem Richtplan die Querspange Frohbergstrasse abzweigen. Links im Bild die Olma-Arena. (Bild: Reto Voneschen)

Die Sonnenstrasse beim Autobahnanschluss St. Fiden. Hier soll sie dereinst in einem Tunnel verschwinden. Nach rechts würde gemäss neuem Richtplan die Querspange Frohbergstrasse abzweigen. Links im Bild die Olma-Arena. (Bild: Reto Voneschen)

Die Sonnenstrasse ist ein wichtiger Bestandteil des Autobahnzubringers St. Fiden. Über sie fährt man aus dem Stadtzentrum Richtung Rorschach und St. Margrethen auf die Autobahn oder umgekehrt von Osten her ab der Autobahn in die Altstadt.

Die Jahrmärkte unterfahren

Als Zubringer der Stadtautobahn hat die Sonnenstrasse allerdings ein ziemliches Problem: Sie ist während rund fünfzig Tagen im Jahr gesperrt.

Dies wegen der Jahrmärkte im Frühling und Herbst, dies auch wegen der Gastspiele des Circus Knie auf dem Spelteriniplatz. Das Problem ist bekannt. Eine mögliche Lösung dafür auch: die Tieferlegung der Sonnenstrasse.

Gemäss dieser Idee würde die Strasse von der Olma-Arena bis zum Spelteriniplatz in einen Tunnel gelegt. Darüber gäbe es auf dem heutigen Strassenniveau eine Quartierstrasse. Die Untertunnelung der Sonnenstrasse ist tatsächlich machbar. Das zeigt eine Studie, die die Stadt St. Gallen vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hat.

Für das Vorhaben müssten verschiedene Werkleitungen verlegt werden. Anspruchsvoll wäre zudem die Gestaltung der Rampe, die in die Tunnelröhre unter der heutigen Sonnenstrasse führen würde, im Westen beim Spelteriniplatz. Gesicherte Angaben dazu, was das Projekt kosten würde, gibt es heute allerdings noch keine.

Feuerwehr müsste ausziehen

Der derzeit in Vernehmlassung stehende neue Richtplan der Stadt St. Gallen nimmt die Idee wieder auf.

Das Vorhaben sei tatsächlich immer noch aktuell, bestätigte gestern Verkehrsplaner Christian Hasler auf Anfrage. Es könnte in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verwirklicht werden. Dies allerdings nur in Zusammenhang mit der Verlegung des neuen Feuerwehrdepots. Dies, weil die Stadt dort, wo es heute steht, die Querspange Frohbergstrasse durchführen will.

Sie würde von der Sonnen- über die Steinachstrasse und dem Areal des Kantonsspitals entlang zur Rorschacher Strasse führen.

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