SOMMERSERIESOMMERSERIE: Bis zu zehn Tassen Kaffee am Tag

Büro-Tasse

Elina Grünert
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Bei der Feuerwehr wird in 24-Stunden-Schichten gearbeitet. Da liegt es auf der Hand, dass in der Kantine der eine oder andere Kaffee getrunken wird. «Im Jahr 2016 waren es genau 22903 Getränke aus dem Kaffeeautomaten», sagt Jascha Müller, Kommandant der Milizfeuerwehr. «Der Kaffee aus unserer Maschine schmeckt grossartig, besonders der Cappuccino.» Es sei ihm schon fast peinlich, wie gut und günstig der Kaffee sei. Gerade einmal 50 Rappen koste ein Getränk.

In der Kantine, wo jeweils die Kaffeepause stattfindet, gibt es schlichte weisse Tassen, aber auch solche mit Werbe- und Weihnachtssujets. Müllers liebste Tasse ist die mit dem ehemaligen Logo der Feuerwehr. Das gefalle ihm natürlich, aber vor allem sei die Form gut, sagt Müller. «Der Cappuccino passt schön in die Tasse, bei den anderen überschäumt er manchmal.» Die Tasse wurde 2009 im Rahmen einer Serie von verschiedenen Werbeartikeln kreiert. Müller hat das Logo mitentwickelt. Wichtig war dabei, die Vielfalt innerhalb der Feuerwehr und des Zivilschutzes darzustellen. Anfang dieses Jahres hat sich das Logo im Rahmen einer Vereinheitlichung geändert.

Früher hat Müller bis zu zehn Tassen Kaffee pro Tag getrunken. Als er dann in den Ferien Kopfweh wegen des Entzugs bekam, entschloss er sich, seinen Kaffeekonsum zu reduzieren. Heute trinkt er drei bis vier Kaffees am Tag. Man merkt Müller an, dass er gerne guten Kaffee hat. Wenn es um Sorten wie Arabica oder Robusta geht, beginnt er zu schwärmen.

Im Alltag ist es unter anderem Müllers Aufgabe zu schauen, dass die 200 Milizfeuerwehrleute immer einsatzbereit sind. Auch die Ferien verbringt er manchmal mit seinen Feuerwehrkollegen. So war Müller vergangene Woche mit vier «Feuerwehrlern» in Spanien an einer Hochzeit eines Paares, das auch bei der Feuerwehr ist. Am ersten Tag hätten sie die lokale Feuerwehrmannschaft besucht. «Wir haben T-Shirts und Caps mitgebracht, damit sie mit uns an der Hochzeit Spalier stehen», erklärt Müller. Einen Austausch über die Arbeit habe wegen der Sprachbarriere nicht wirklich stattgefunden. Kaffee habe er in Spanien natürlich auch getrunken. Dieser konnte jedoch nicht überzeugen. Das Fazit des Kaffeeliebhabers: «Qualitativ tiefstehender Filterkaffee.»

Elina Grünert

stadtredaktion@tagblatt.ch

In jedem Büro findet sich ein skurriler Mix von Tassen. Sie sind manchmal lustig, zum Teil alt, bisweilen geschmacklos. Sie alle haben aber eines gemeinsam: Sie gehören jemandem, der nicht mehr ohne sie sein will. (red)