SOMMERPLAUSCH: Bunte Kurse in der ersten Schulferienwoche

Künstlerisches Handwerk erlernen, sich sportlich betätigen oder ein Museum besuchen: Kindergärtler und Primarschüler aus Untereggen haben die Qual der Wahl. Das Kursangebot ist gross.

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Leinwände bemahlen und Karten gestalten, das macht den Kindern am Sommerplausch Spass. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

Leinwände bemahlen und Karten gestalten, das macht den Kindern am Sommerplausch Spass. (Bild: Daniela Huber-Mühleis)

An diesem Montagmorgen sieht der Werkraum der Schule Untereggen eher wie ein Atelier aus, in dem kreative Farbkonzepte, Kolorierungstöne und Schattierungen ausgetüftelt werden. In diesem Kurs bemalen 16 von insgesamt 59 Kursteilnehmer Leinwände und gestalten Karten. «Mein Bild schenke ich meiner ganzen Familie» sagt der sechsjährige Shahin Schläpfer. Die kleinen und grossen Kunstwerke sind Unikate. Dass Jeans und Shirts Farbtupfer und Kleckse abbekommen könnten, haben die Organisatoren einkalkuliert. «Wir haben auf der Anmeldung hingewiesen, dass die Kinder alte Kleider anziehen müssen», sagt die Sommerplausch-Leiterin Nadja Hochreutener.

Bereits zum vierten Mal organisiert sie mit einem halben Dutzend Helfern das Programm. Hochreutener macht sich nicht nur bereits Monate davor Gedanken, welche Angebote sie in die Liste aufnehmen könnte, sondern sie versucht auch, mittels einer straffen Kostenkalkulation, die entsprechenden Kursgelder so tief als möglich zu halten. Hochreutener entwirft das Programm und sucht auch Eltern, die sie bei der Durchführung aktiv unterstützen. Auf dem Anmeldetalon erinnert sie Kinder, dass Getränke und Znüni selber mitgenommen werden sollen oder dass beim Besuch des Seilparks die Benutzungsbedingungen strikt eingehalten werden müssen. «Die Verantwortung, die ich trage, ist gross, die Eltern verlassen sich hundertprozentig auf mich», erklärt die Jugendleiterin der Gemeinde Untereggen.

Nicht nur gestalten, auch bewegen

Hochreutener ist wichtig, dass nicht nur Bastelarbeiten wie «Steine bemalen» oder «Schlüsselbrett gestalten» angeboten werden, sondern dass auch die Bewegung nicht zu kurz kommt. «Wir toben uns aus» heisst eine Kursbeschreibung. Bei jedem Wetter wird an der frischen Luft geturnt, mit dem Ball gespielt oder gesprungen. In ihrer breiten Angebotspalette darf aber auch die Natur nicht zu kurz kommen.

Am Mittwoch erhält sie von Emanuel Hörler, einem ausgewiesenen Schneckenkenner, Unterstützung. «An diesem Tag werden wir diese geheimnisvollen Tiere näher kennen lernen. Wir suchen verschiedene Schnecken im Garten oder im Wald, schauen sie uns genau an und hören spannenenden Geschichten und interessanten Erklärungen von Hörler zu», verspricht sie. Auch der Bau eines Minigartens ist im Wochenplan aufgeführt. Beim Naturmuseum-Besuch geht’s ums «grosse Fressen», und zum Abschluss der Plauschwoche gibt’s einen Erlebnistag im Wald, inklusive Selbstversorgung auf dem offenen Feuer.

Daniela Huber-Mühleis

redaktionot@tagblatt.ch