«Sommerau Nord» geht zur Prüfung an den Kanton

GOSSAU. Am 13. Februar 2011 haben die Gossauer Stimmberechtigten mit einer Zweidrittels-Mehrheit die Initiative zur Umzonung des Gebietes Sommerau Nord gutgeheissen. Bei den dadurch ausgelösten Planungsarbeiten ist nun laut Mitteilung des Stadtrats ein erstes Etappenziel erreicht.

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GOSSAU. Am 13. Februar 2011 haben die Gossauer Stimmberechtigten mit einer Zweidrittels-Mehrheit die Initiative zur Umzonung des Gebietes Sommerau Nord gutgeheissen. Bei den dadurch ausgelösten Planungsarbeiten ist nun laut Mitteilung des Stadtrats ein erstes Etappenziel erreicht. Ende November möchte er den Teilzonenplan und den Überbauungsplan dem Kanton zur Vorprüfung zustellen.

Keine Einkaufszentren

Mit dem Teilzonenplan werden rund neun Hektaren Landwirtschaftsland als Gewerbe-Industrieland eingezont. Dies entspricht der angenommenen Initiative. Im Teilzonenplan werden publikumsintensive Nutzungen ausgeschlossen. Fachmärkte oder Einkaufszentren könnten somit nicht angesiedelt werden, schreibt der Stadtrat weiter. Diese Beschränkung ergibt sich aus der kantonalen Richtplanung sowie aus der Zufahrtsbeschränkung, die das Bundesamt für Strassen (Astra) für die Erschliessung ab dem Autobahnzubringer festlegt.

Im Überbauungsplan werden die Bauweise und der Umgang mit den Grünflächen geregelt. Die Verhandlungen zeigen, dass in einzelnen Punkten noch nicht alle Positionen auf einen Nenner gebracht sind. Der Stadtrat legt gemäss Mitteilung grossen Wert darauf, dass die Planungen von den kantonalen Stellen genehmigt werden, in allfälligen Rechtsmittelverfahren bestehen können und auch mehrheitsfähig sind. Nur so scheine es realistisch, dass in Gossau möglichst rasch die nötigen Flächen für Industrie und Gewerbe verfügbar würden.

Mehrere Spezialplanungen

Während der Kanton die Pläne prüft, wird mit einer Testplanung eine mögliche Bebauungsstruktur des Gebietes entwickelt. Das Astra plant die Details der Erschliessung ab dem Autobahnzubringer und die Grundeigentümer die gebietsinternen Strassen und Wege. Diese Resultate müssen vorliegen, bevor der Stadtrat den Teilzonenplan und den Überbauungsplan verabschiedet und öffentlich auflegt. Nachdem allfällige Einsprachen behandelt sind, kann das Parlament über den Teilzonenplan befinden. Dies soll 2012 der Fall sein.

Aus raumplanerischen Überlegungen wird bei der Planung für das nördliche Gebiet Sommerau immer auch die gesamte Geländekammer zwischen Autobahn, Bahnlinie, Wilerstrasse und Autobahnzubringer im Auge behalten. Im Gebiet Sommerau Süd steht eine Einzonung in den nächsten Jahren jedoch nicht zur Debatte. Das Naturschutzgebiet Eichenmoos soll auch in Zukunft eine grüne Insel im Siedlungsgebiet bleiben. (pd/ald)

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