Soll sich SGKB von Hyposwiss trennen?

ST. GALLEN. Die Hyposwiss, eine Tochtergesellschaft der St. Galler Kantonalbank, ist in die Schlagzeilen geraten. Geldwäscherei, unlautere Geschäfte zum Nachteil anderer, Verstoss gegen Standesregeln – so lauten unter anderem die Vorwürfe.

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ST. GALLEN. Die Hyposwiss, eine Tochtergesellschaft der St. Galler Kantonalbank, ist in die Schlagzeilen geraten. Geldwäscherei, unlautere Geschäfte zum Nachteil anderer, Verstoss gegen Standesregeln – so lauten unter anderem die Vorwürfe. Die eigene Revisionsgesellschaft hat die Hyposwiss davon freigesprochen; derzeit sind noch Anzeigen bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) und beim Bundesstrafgericht hängig.

Die Wirren um die Hyposwiss haben die SP-Fraktion des Kantonsrates zu einer Einfachen Anfrage veranlasst – umso mehr, als parallel dazu weitere Privatisierungsschritte der St. Galler Kantonalbank zur Diskussion stünden. Die Sozialdemokraten sind überzeugt: «Es wäre viel zielführender, dass sich die SGKB von ihren Tochtergesellschaften trennt und sich auf das Kerngeschäft im Dienste des Standortes St. Gallen und der St. Galler Bevölkerung konzentrierte.» Die Fraktion will denn auch von der Regierung wissen, wie sie den Reputationsschaden für die Kantonalbank durch die Diskussionen über mögliche Verfehlungen der Hyposwiss beurteilt. Und wie sich die SGKB und damit der Hauptaktionär, der Kanton St. Gallen, gegen allfällige Haftungsansprüche Dritter absichert. Und schliesslich fragt die SP, welche Vorteile es dem Hauptaktionär bringt, wenn eine oder beide Tochtergesellschaften abgestossen würden und sich die SGKB auf ihre Kerngeschäft konzentrierte.

Die St. Galler Kantonalbank hat für das Vermögensverwaltungsgeschäft zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: die Hyposwiss und die SGKB Deutschland AG. (rw)