Soldaten, Indianer, Alamannen

Für dieses Jahr sieht das Historische und Völkerkundemuseum vier Ausstellungen, die Museumsnacht sowie eine dreitägige internationale Tagung der Museen aus dem deutschsprachigem Raum vor.

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Für dieses Jahr sieht das Historische und Völkerkundemuseum vier Ausstellungen, die Museumsnacht sowie eine dreitägige internationale Tagung der Museen aus dem deutschsprachigem Raum vor.

Den Auftakt macht am 7. März die Ausstellung «St. Gallen im Bild». Die Geschichte der Stadt wird anhand von Stadtansichten aus sechs Jahrhunderten gezeigt, von der Reformationszeit bis heute. Die Bilder zeigen «Narben und Brüche» im Stadtbild, aber auch Wahrzeichen, die Kontinuität vermitteln. Die Objekte werden als semipermanente Ausstellung gezeigt, sie werden also zwei bis drei Jahre zu sehen sein. Anschliessend, 2018, soll sie teilweise in der geplanten grossen Ausstellung zu St. Gallen gezeigt werden: Am 1. August 2018 jährt sich die Zusammenlegung der Stadtteile zu «Grosssanktgallen» zum 100. Mal.

Wie ein St. Galler den Krieg sah

Ein Themenschwerpunkt wird die «Ausstellung zum Ersten Weltkrieg», die am 9. Mai bis voraussichtlich 28. Februar 2016 zu sehen sein wird. Sie beinhaltet zwei Ausstellungen und ein kunsthistorisches Fenster.

Anlässlich der Gedenkjahre 2014 bis 2018 stellt das Museum die Wanderausstellung «14/18 – Die Schweiz und der grosse Krieg» aus. Derzeit wird sie im Basler Museum für Geschichte gezeigt.

Parallel dazu widmet sich das Museum den spezifischen Verhältnissen des Grenz- und Exportkantons St. Gallen. «Im Atemzug der Zeit» befasst sich aus regionaler Sicht mit den Wirren des Ersten Weltkrieges.

Wie der St. Galler Künstler Augustin Meinrad Bächtiger den Weltkrieg erlebte, zeigen seine eindrücklichen Bilder, die er während seiner Stationierung am Umbrailpass zeichnete.

Eine der besten Sammlungen

Ab 23. Mai bis nach Weihnachten setzen «Römer, Alamannen, Christen» einen archäologischen Schwerpunkt. Die Ausstellung widmet sich der Zeit vom 3. bis zum 8. Jahrhundert. Zu jener Zeit war das Leben am Bodensee von einschneidenden Veränderungen geprägt. Um 300 nach Christus haben die Römer ihre Grenze an den Hochrhein und den Bodensee zurückverlagert. Die entstandenen Siedlungsräume wurden von germanischen Neuankömmlingen eingenommen, den Alamannen.

Die wichtigste Ausstellung dürfte «Indianer und Inuit» sein, die Vernissage ist am 29. August. Das Historische und Völkerkundemuseum verfügt gemäss Kuratorin Isabella Studer über eine der schweizweit besten Sammlungen über die Kultur nordamerikanischer Ureinwohner. Die Objekte werden in einer Dauerausstellung während 10 bis 15 Jahren gezeigt. (rsp)