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«Solche Fälle gibt es zum Glück nicht viele»

Nachgefragt

Kürzlich stand ein St. Galler Einzelunternehmer vor Gericht, weil er zwischen 2003 und 2012 zahlreiche private Ausgaben als geschäftlich verbuchte. Zum Beispiel deklarierte er Kosten für Tanzunterricht sowie für Gärtner- und Kaminfegerarbeiten nicht korrekt. Das Kreisgericht verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 72000 Franken (Ausgabe vom Dienstag). Die meisten Steuerzahler sind aber ehrlich, sagt Felix Sager, Leiter des kantonalen Steueramtes.

Ein Steuerbetrüger hat in zehn Jahren 270000 Franken am Fiskus vorbei geschleust. Gibt es viele solche Fälle?

Nein, das ist ein grosser Fisch, von denen es zum Glück nicht viele Fälle gibt.

Wo fängt Steuerhinterziehung an? Mache ich mich schon strafbar, wenn ich den privaten Kaminfeger übers Geschäft abrechne?

Ja, die Verbuchung von Privataufwand wie beispielsweise die Rechnung für den Kaminfeger für das private Einfamilienhaus ist nicht gestattet.

Ab welchem Betrag ist das strafbar?

Es gibt keine betragsmässige Untergrenze bei Steuerhinterziehungen. Korrekt ist im erwähnten Beispiel nur die Verbuchung von geschäftsmässig begründeten Kosten.

Früher war Steuerhinterziehung in der Schweiz ein Kavaliersdelikt. Mittlerweile ist die Chance erwischt zu werden höher. Sind St. Galler Steuerzahler heute ehrlicher?

Dass Steuerhinterziehung ein Kavaliersdelikt ist, haben wir nie so gesehen. Ob die Steuerzahler heute ehrlicher sind als vor zehn Jahren, können wir nicht beurteilen. Die Dunkelziffer kennen wir nicht. Wir gehen aber davon aus, dass nach wie vor die grosse Mehrheit der Steuerpflichtigen ehrlich ist und vollständig sowie korrekt deklariert.

Seit 2010 können sich Steuersünder im Kanton St. Gallen ohne Strafe selbst anzeigen. Viele haben das im laufenden Jahr schon getan?

Wir bereiten die Informationen zur Anzahl der straflosen Selbstanzeigen und zu den Steuereinnahmen jeweils Anfang Jahr für das vergangene Jahr auf. Für das Jahr 2017 wird dies also im Januar 2018 der Fall sein. (rbe)

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