Solarstrom auch ohne eigene Anlage

Zum zweiten Mal wurde in Steinach über die Solarenergie diskutiert. Dabei erfuhren viele Besucher Interessantes über die Möglichkeit, wie man zum Beispiel auch ohne eigenes Dach von Photovoltaikanlagen profitieren kann.

Fritz Heinze
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STEINACH. Im Schulungsraum der Steinacher Firma Variosystems an der Ampèrestrasse warteten etwa 50 Interessierte voller Spannung auf die angekündigten Referate. Bereits der erste Vortrag im Gemeindezentrum Ende April stiess auf grosses Interesse. Diesmal waren die Erwartungen wohl höher. Dies betraf insbesondere jene von Roland Etter, dem Leiter der Kommission Energiezukunft Steinach.

Eine Vielfalt an Referaten

Die Vorträge liessen an Interessantem tatsächlich nichts zu wünschen übrig. Ob dies die einleitenden Ausführungen von René Akermann und Marcel Huwiler mit der Präsentation der Firma Variosystems waren oder das Referat von Antonio Cerdan von der Firma Schweizer Metallbau im Zusammenhang mit der Indach-Montage von Solaranlagen oder das Referat von Urs Wenger, dem Präsidenten von Rhysolar in Diessenhofen. Rhysolar ist ein Verein, der unter anderem den Bau und Betrieb von Solaranlagen bezweckt. Er bietet zudem die Möglichkeit, sich am Bau und Ertrag von Photovoltaik-Anlagen zu beteiligen.

Rhysolar sei ein Projekt, das, so Roland Etter, auch für Steinach eine Möglichkeit wäre. Mit dem Bau von Grossanlagen böte sich auch jenen Interessierten eine Gelegenheit, vom Solarstrom zu profitieren, die kein eigenes oder kein geeignetes Dach hätten. Roland Etter appellierte an Interessierte, sich in den aufliegenden Listen einzutragen. Er verspricht sich so potenzielle Vorstandsmitglieder für die Gründung eines Vereins.

Zur Sprache kamen am Abend auch technische und finanzielle Aspekte. Viele Steinacher wollen sich die Thematik nochmals durch den Kopf gehen lassen, auch wenn vielversprechende Renditen winken und sich die Technik im Bereich Solarenergie positiv verändert hat.

Vom Gewinn profitieren

Die beiden Systeme der Montage auf dem oder im Dach fanden besondere Beachtung. Diskutiert wurde aber auch unter dem Stichwort «Solarstrom für alle», also über Grossprojekte, die es jedermann ermöglichen, Teilhaber an einer Solaranlage zu werden und damit von der Stromversorgung und von der Gewinnabschöpfung zu profitieren.

Ob diese Veranstaltung die Bestrebungen der Gemeinde Steinach betreffs der Nutzung der umweltfreundlichen Energie weiter- gebracht hat, wird sich bei der Auswertung der Einträge auf den Listen zeigen. Über die Gründung eines Vereins oder allenfalls einer Genossenschaft wird derzeit nachgedacht. Diskutiert werden als nächste Projekte der Gemeinde die Förderung von Wärmepumpen, Gebäudesanierungen, Fenstersanierungen und Energieberatungen. Die Verleihung des Labels «Energiestadt» dürfte im kommenden Jahr Tatsache werden.

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