Solarmobil selber bauen

Das Projekt «Förderband» der Primarschule Waldkirch soll Talente fördern und Kreativität entfalten. Rund 200 Schüler machen mit.

Katja Fässler
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Lehrer Felix Oberholzer erklärt den Schülern, worauf sie beim Bau eines Solarmobils achten müssen. (Bild: Katja Fässler)

Lehrer Felix Oberholzer erklärt den Schülern, worauf sie beim Bau eines Solarmobils achten müssen. (Bild: Katja Fässler)

WALDKIRCH. Primarlehrer Felix Oberholzer zieht unter den wachsamen Augen seiner Schützlinge mit dem Zirkel einen Kreis auf dem Karton: Es ist die Vorlage für die Räder eines Solarmobils. «Nun habe ich den Reifen, was brauche ich noch für ein Rad?», fragt Oberholzer in die Runde. «Speichen», antwortet einer der Schüler. «Richtig», sagt Oberholzer und demonstriert wie die Speichen eingezeichnet werden.

Spass an erster Stelle

Rund 200 Schülerinnen und Schüler der Primarschule Waldkirch besuchen derzeit wöchentlich einen von 26 Kursen, die im Rahmen des Schulprojekts «Förderband» durchgeführt werden. Diesen Freitag finden bereits die zweiten Kursnachmittage statt. Nach insgesamt fünf Wochen sollen die Kinder etwas aus den Projektwochen mit nach Hause nehmen können. Im Fall von Felix Oberholzers Kurs ist es ein selbstgebautes Modell-Solarmobil. In anderen werden Freundschaftsbänder geknüpft, Heissluftballons gebaut oder Gartendekorationen gebastelt. Dann gibt es Kurse wie Reiten, die Feuerwehr besuchen oder Kochen.

Am Anfang standen die Schüler vor einer Auswahl von 48 Angeboten. Die Beliebtesten wurden ins Programm aufgenommen. Felix Oberholzer stiess mit dem Solarmobil auf grossen Anklang. Ein anderer Lehrer leitet ebenfalls einen solchen Kurs. «Wir wollen die Talente der Kinder fördern. Vielleicht entdecken manche ein neues Hobby.» Es sei nicht das Ziel, die Schüler bereits in erste Berufsbahnen zu lenken. «Dafür ist es noch etwas zu früh», so der Lehrer.

Die meisten Kurse finden zeitlich parallel und entweder im Schulhaus oder bei den Kursleitern zu Hause statt. Die Leiter sind Lehrer oder Privatpersonen. «Wenn jemand ein besonderes Hobby hat, kann er sich bei uns melden», sagt Oberholzer. Das Projekt findet alle drei Jahre statt, heuer bereits zum fünftenmal. Bei den Schülern stosse es auf Begeisterung.

Grosi im Jassen schlagen

So auch bei der «Jassgruppe», die sich im Schulgebäude trifft. Mit einfachen Kartenspielen wie «Lügner» oder «Domino» werden zuerst die Karten kennengelernt, bevor es zum eigentlichen Spiel geht. Unter den Anfängern befinden sich auch Könner. Den Kurs besuchen sie, um das Jassen nicht zu verlernen, sagen die einen und andere, um die Grosi zu schlagen.