Sömmerliwiese als Ganzes erhalten

Die familienergänzende Betreuung in der Stadt St. Gallen will die geistige, körperliche und soziale Entwicklung der Kinder fördern, Chancengleichheit ermöglichen, einen positiven Beitrag zum Schulerfolg leisten und zur besseren Integration in unsere Gesellschaft beitragen. Mit diesen Zielen plant die Stadt auf der Sömmerliwiese eine Betreuungsstätte für bis zu 180 Kinder. Um sie erreichen zu können, sind für die pädagogische Arbeit gute Rahmenbedingungen nötig. Man darf sich fragen, wie weit diese in einem Grossbetrieb mit 180 Kindern von vier bis zwölf Jahren gewährleistet werden können.

Patrick Froidevaux Malvenweg 13, 9000 St. Gallen
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Um nur ein Thema aufzuwerfen: Zu einem Projekt dieser Grösse gehört ein entsprechend dimensionierter Allwetterspielplatz, auf dem die 180 Kinder zum Beispiel Rollschuh laufen oder skateboarden und auf dem sie sich auch bei nasser Wiese tummeln können. Ein solcher Platz ist bei der Sömmerliwiese offensichtlich nicht geplant.

Es liegt auf der Hand, dass eine dezentral organisierte Tagesbetreuung in der Nähe der einzelnen Schulhäuser zahlreiche Vorteile aufweist: 1. Überschaubarer Rahmen für eine individuelle und kindgerechte Betreuung. 2. Nutzung bereits bestehender Infrastrukturen (etwa Allwetterplatz ) bei den Schulhäusern. 3. Gewohnte, oftmals kürzere und gefahr­losere Schul- und Heimwege. 4. Damit verbunden weniger Mami-Taxis und Papi-Taxis.

Ich stimme Ja für den Erhalt einer intakten Spielwiese im Sömmerli und Nein zu einer überdimensionierten Tages­stätte am falschen Ort.

Patrick Froidevaux Malvenweg 13, 9000 St. Gallen