«So viel war auf der Kellen noch nie los»

Nachgefragt

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Unentschieden mit 0:0. So lautet das Resultat des Freundschaftsspiels zwischen dem FC St. Gallen und dem Premier-League-Club Southampton vergangenen Samstag in Tübach. Dass die Partie reibungslos über die Bühne laufen konnte, dafür sorgte René Züst. Der Platzwart der Sportanlage Kellen hatte aufgrund des hohen Besuchs einiges an Vorbereitung zu erledigen. Viel Zeit zum Zusehen blieb dem 54-Jährigen nicht.

Herr Züst, wie stressig war der Spieltag für Sie?

In erster Linie war er sehr aufregend. So viel war hier noch nie los. Die vielen fremden Gesichter waren ungewohnt. Dafür hat das Ereignis auch viel Organisation abverlangt. Bis alles parat war, hatte es einiges an Aufwand gebraucht.

Wie haben die Vorbereitungen genau ausgehen?

Für das Testspiel musste ich den Rasen tiefer als sonst mähen. Normalerweise ist er 30 Millimeter hoch. Die Engländer und die St. Galler spielen jedoch auf 24-Millimeter-Rasen. Zudem musste ich die Linien auf dem Platz neu zeichnen und den Rasen bewässern. Der Aufwand war grösser als sonst. Auch während des Spiels hatte ich einiges zu tun.

Haben Sie vom Match überhaupt etwas mitbekommen?

Nur wenig. Zwischen der Arbeit konnte ich ab und zu kurz zuschauen. Aber die Stimmung habe ich sehr wohl mitbekommen. Sie war sehr friedlich. Alle haben das Spiel genossen.

Wie viele Zuschauer waren anwesend?

Im Publikum sassen ungefähr 3 200 bis 3 500 Personen. So viele Leute waren es in den vier Jahren, in denen ich hier arbeite, noch nie.

War nach dem Spiel viel auf-

zuräumen?

Die Aufräumarbeiten auf der Tribüne hat der FC Rorschach-Goldach übernommen. Am meisten zu tun gab es für mich nach dem Match auf dem Rasen. Dieser musste wie nach jedem Spiel geflickt werden. Der Rasen war dieses Mal jedoch weniger beschädigt als sonst.

Wie erklären Sie sich das?

Bei erfahrenen Sportlern steht die Taktik im Vordergrund. Die Profis kicken weniger in den Rasen. Zudem hat das Wetter am Samstag mitgespielt. Bei Regen hätte der Platz ganz anders ausgesehen.

Wie war es für Sie, die Fussballprofis hautnah mitzuerleben?

Für mich war es ein einzigartiges Erlebnis. Es kommt schliesslich nicht oft vor, dass solch bekannte Clubs hier spielen. Es war jedoch auch eine Herausforderung. Damit das Spiel ohne Probleme ablaufen konnte, gab es viel zu tun. (liw)