«So bleibt das Thema präsent»

Nachgefragt

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Zum zweiten Mal innert zwei Monaten findet morgen in Gossau eine Aktion gegen Littering statt. Um die Bevölkerung auf das Problem hinzuweisen, markieren Schüler ab 10 Uhr liegen gebliebenen Abfall mit Fähnchen. Landwirt Benjamin Lenherr stellt dafür eine Parzelle in der Ecke Neuchlen-St. Galler­strasse zur Verfügung.

Benjamin Lenherr, wie sind Sie auf die Litteringaktion aufmerksam geworden?

Ich bin von jemandem der Arbeitsgruppe «Gossau – ein aufgeräumter Platz» angefragt worden, ob ich an der Aktion teilnehmen würde. Die Thematik finde ich wichtig, deshalb habe ich zugesagt.

Weshalb wurde diese Wiese an der Ecke Neuchlen-St. Gallerstrasse gewählt?

Sie liegt an einem zentralen Ort mit Fussgängern, und die Primarschule Hirschberg und Bushaltestelle Mettendorf sind in der Nähe. Auch hat es jeweils viel Abfall auf einer kleinen Fläche.

Finden Sie solche Aktionen wirksam?

Es ist sehr wichtig, dass die Leute auf das Problem der verschmutzten Wiesen aufmerksam gemacht werden. Viele achten gar nicht darauf, was sie mit einer achtlos weggeworfenen Plastikflasche anrichten. Eine einzelne mag noch nicht so schlimm sein, aber wenn jeder so denkt, sammelt sich das natürlich an.

Worin sehen Sie das Hauptproblem beim Littering?

Viele Bauern verwenden einen Futtermischer, der das Wiesenfutter klein schneidet. Wenn sich bei der Ernte noch Plastik oder Aludosen auf der Wiese befanden, wird auch dieser Abfall zerkleinert. Die Tiere können diesen Abfall kaum mehr herauslesen. Das kann bei Wiederkäuern zu grossen Problemen führen.

Wie finden Sie es, dass jetzt bereits die zweite solche Aktion stattfindet?

Das ist super, so bleibt das Thema in den Köpfen der Leute präsent. Auch die teilnehmenden Schüler lernen von klein auf, wie wichtig das korrekte Entsorgen von Abfall ist. (lw)