«Skiferien sind für uns die schlimmsten Ferien»

Nachgefragt

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Ein Gang durch die Altstadt offenbart, einige Geschäfte sind während der Sportferienwoche geschlossen. Dass kleine «Ein-Mann-Betriebe» während der Schulferien die Läden schliessen, ist nichts Ungewöhnliches. Dieses Jahr haben aber auch grössere Geschäfte, wie etwa der Finnshop, Betriebsferien gemacht. Ralph Bleuer, Präsident der Detaillistenvereinigung Pro City, erkennt darin aber noch keine negative Tendenz für «seine» Einkaufsstadt.

Wie viele Geschäfte haben jetzt während der Sportferien den Betrieb geschlossen?

Die genaue Zahl kenne ich nicht, da die Detaillisten der Pro City keinerlei Rechenschaft über ihre Geschäftsführung abgeben müssen. Es handelt sich aber bestimmt nicht um ein grossflächiges Phänomen.

Gab es das bereits früher, oder ist das neu, dass Geschäfte in den Sportferien schliessen?

Das gab es früher schon. Allerdings eher bei den ganz kleinen Betrieben. Grössere Betriebe hatten meines Wissens immer offen. Dennoch sehe ich hier keinen Grund zur Panikmache, ich würde nicht einmal von einer Tendenz in diese Richtung reden.

Es wird viel geklagt, dass die Kundschaft abnimmt respektive ins günstigere Ausland oder ins Internet ausweicht. Sind die Zeiten so schwierig geworden ?

Ja und Nein. Ein Geschäft zu führen, ist schwieriger geworden mit Aufkommen des Onlinehandels. Aber es muss auch gesagt werden, dass die Sportferien für Geschäftstreibende die schwierigsten Ferien sind und schon immer waren. In dieser Woche ist die halbe Stadt, ja, der halbe Kanton gleichzeitig in den Ferien. Alles konzentriert sich auf diese eine Woche. In den Sommerferien verteilen sich die Abwesenheiten besser. (rsp)