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Skepsis über neugestaltete Hauptstrasse

Die Informationsveranstaltung zum Richtplan Steinach 2040 und dem Betriebs- und Gestaltungskonzept der Steinacher Hauptstrasse am Dienstagabend ist auf grosses Interesse gestossen. Die Gemeindeleitung konnte den Puls der Bevölkerung fühlen.
Fritz Heinze
Bei der Besichtigung der Pläne ging man ins Detail. Die Skepsis war nicht zu überhören. (Bild: Fritz Heinze)

Bei der Besichtigung der Pläne ging man ins Detail. Die Skepsis war nicht zu überhören. (Bild: Fritz Heinze)

STEINACH. An die 100 Frauen und Männer folgen der Einladung des Steinacher Gemeinderates in den Gemeindesaal zur Informationsveranstaltung zum Richtplan Steinach 2040 und zum Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) Hauptstrasse. Hanspeter Woodtli von der Planungsfirma Strittmatter Partner AG erläuterte die mögliche Gestaltung von Steinach in den nächsten 25 Jahren, stets unter der Devise: «Richtplan, ein Plan, der die Richtung vorgibt.» Am Rande zur Sprache kam einerseits die Zukunft des Dorfzentrums, aber auch jene des Gredhauses mit dem Weidenhofpark. Zusätzliche 4,2 ha Land zur Einzonung in Wohn- und Mischzonen werden vom Bund zur Verfügung gestellt. Woodtli präsentierte die dafür vorgesehenen Flächen. Spätestens hier schieden sich die Geister. Die vorgesehenen Flächen in Obersteinach, Morgental, Bildzelg, Rietmüliwisen wurden als ungünstig beurteilt. «Weshalb wertvolles Kulturland einsetzen?», wurde gefragt. Die Gemüter erhitzten sich dann doch nur im Rahmen, stets im Bewusstsein, dass der Richtplan auf 25 Jahre hinaus konzipiert ist. Und mehr als einmal beruhigte der Referent, dass dieses oder jenes Vorgehen erst angedacht sei.

Der Kreisel ist vom Tisch

Im zweiten Teil des Abends wurde das Thema konkreter. Handelte es sich doch um das Betriebs- und Gestaltungskonzept der Hauptstrasse. Mit Blick auf die im Jahr 2009 erstellten blauen Markierungen in der Strassenmitte schien da und dort generell bezüglich Neuerungen auf der Hauptstrasse Skepsis vorzuherrschen. Referent Armin Meier erinnerte daran, dass zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen und Anforderungen bestünden und dass die Ortsdurchfahrt den unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung tragen müsse. Der aktuelle Plan sieht vor, auf der heute bestehenden Strassenbreite mit einer neuen Einteilung, reines Fahrbahnmass zwei Lastwagenbreiten plus Flächen für den Langsamverkehr, eine Reduktion der Fahrgeschwindigkeit zu erzielen. Ergänzend zur Verschmälerung der Strasse sind noch Verkehrsinseln vorgesehen. «Den Umfang des Verkehrs können wir nicht verringern, aber die Geschwindigkeit», war der Haupttenor. Die Variante stiess auf Skepsis. Für Votant Toni Betschart ein Projekt, mit Risiken behaftet. Es wurde auch die Frage gestellt, ob es akzeptabel sei, wenn dann der Verkehr, bedingt durch diese Massnahmen in Untersteinach, nur noch durch Obersteinach rolle? Diese Argumentation wies der Referent der Kantonspolizei zurück mit der Begründung: «Kantonsstrassen sind für jeglichen Verkehr offenzuhalten.» Zur Sprache kam der allseitig gewünschte Kreisel auf der Abzweigung Schulstrasse/Hauptstrasse. Er ist nun definitiv vom Tisch. «Zu wenig Platz», lautet das Argument. Als richtig wird die heutige Variante mit einigen Ergänzungen beurteilt. Das Projekt Hauptstrasse ist im Agglomerationsprogramm mit Priorität A integriert, von den Baukosten muss die Gemeinde Steinach 25 Prozent übernehmen, und der Spatenstich wird im besten Fall Ende 2018 stattfinden.

Aktion mit Fragezeichen

Knapp drei Stunden dauerten die Referate und die Diskussion. Gemeindepräsident Roland Brändli zog eine positive Bilanz und erklärte, dass im Rahmen des aktuellen Hauptstrassenprojektes alle involvierten Stellen, bis hin zum Langsamverkehr, einer Meinung seien. Bei den Steinachern gehen die Meinungen auseinander. Der Richtplan löste aufgrund seines Zeithorizontes keine grossen Diskussionen aus. Anders das Betriebs- und Gestaltungskonzept der Steinacher Hauptstrasse. Was dessen Nutzen anbelangt, werden Fragezeichen gemacht.

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