«Sistar» heisst jetzt «Newstar»

Der Streit der beiden Hotel Sistar hat eine neue Wendung genommen: Das bisherige «Sistar» an der Breitfeldstrasse heisst nun «Newstar». Vor Gericht gehen die Parteien dennoch.

Elisabeth Reisp
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Das ehemalige Hotel Sistar eröffnet am 20. März als «Newstar». (Bild: Hanspeter Schiess)

Das ehemalige Hotel Sistar eröffnet am 20. März als «Newstar». (Bild: Hanspeter Schiess)

Eine ähnliche Geschichte hat es bisher noch nicht gegeben: Bevor Jörgen Kuhn, der Pächter des Hotels Sistar an der Breitfeldstrasse, den Vertrag mit dem Hotelbesitzer Christoph Loosli kündete, hatte er den Namen «Sistar» auf seinen Namen schützen lassen. Dies konnte er nur, weil Loosli als Besitzer des Hotels in den fast 30 Jahren seit Bestehen des Hotels den Namen nie ins Markenregister eintragen liess (diese Zeitung berichtete).

Termin zwang zum Entscheid

Unter dem Namen «Sistar» will er im Herbst an der Alten Bildstrasse, in unmittelbarer Nähe also, ein neues Hotel eröffnen. Der Besitzer Christoph Loosli ergriff Rechtsmittel dagegen, im März findet eine Anhörung vor dem Handelsgericht statt. Nun haben aber der Besitzer und sein neuer Pächter entschieden, das bisherige Hotel Sistar umzubenennen: Es heisst jetzt «Newstar».

Der neue Pächter Urs Thürlemann brauchte eine Entscheidung. «Wir eröffnen im März. Bis dahin müssen wir noch Menukarten, Visitenkarten und vieles mehr drucken lassen.» Der neue Name haben der Besitzer Christoph Loosli und eine Werberin entwickelt. An diesem Namen werden sie nun festhalten, sagt Thürlemann. Ein Zurück komme nicht in Frage. Keineswegs wird der Besitzer aber seine Klage zurückziehen.

Name könnte sistiert werden

Wenn das bisherige Hotel Sistar nach 30 Jahren nicht mehr so heissen darf, soll dieser Name auch keine Hotelfassade mehr zieren. Falls der Kläger, also Christoph Loosli, gewinnt, soll der Name vermutlich sistiert werden, sagt Thürlemann. Loosli selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Würde es tatsächlich so weit kommen, dass der Name gesperrt werden würde, gäbe es statt zwei Hotel Sistar plötzlich gar keines mehr.

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