Sirenen heulen auf Knopfdruck

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Region Ein regelmässig auf- und absteigender Heulton war gestern ab 13.30 Uhr in der Region am See zu hören. Insgesamt fünfmal erklang der Allgemeine Alarm. Jeweils am ersten Mittwoch im Februar findet der jährliche Sirenentest statt. Die regionalen Zivilschutzorganisationen (RZSO) Bodensee und Am Alten Rhein zählen zusammen 17 stationäre Sirenen. «Zusätzlich war eine mobile Sirene unterwegs», sagt Daniel Teucher, Einsatzleiter der RZSO Bodensee.

«Seit zwei Jahren wird der Alarm aus der Notrufzentrale St. Gallen ausgelöst», erklärt Peter Müller, kantonaler Leiter für Infrastruktur beim Zivilschutz. «Vorher sind die Sirenen regional ferngesteuert worden.» Die Stärke und somit die Reichweite der Sirenen sei auf das Gebiet, das sie beschallen, abgestimmt. «Zweimal wurde gestern der Allgemeine Alarm ausgelöst. Dies beinhaltet jeweils zwei Durchgänge des einminütigen Heultons und einmal per Handschaltung direkt vor Ort», erklärt Müller. Er zieht eine positive Bilanz des Tests. Alle Sirenen hätten einwandfrei funktioniert.

Seit 2015 sind elektronische Sirenen im Einsatz. Diese seien anfälliger für Fehlalarme. «In St. Gallen konnte festgestellt werden, dass bestimmte Komponenten einen Mangel aufwiesen, der bei der Bildung von Kondenswasser zu einem Kurzschluss und damit zum unkontrollierten Auslösen der Sirene führen konnte», erklärt Kurt Münger, Kommunikationschef des Bundesamts für Bevölkerungsschutz.

Dies bestätigt auch Teucher. Besonders wenn Hitze auf den Dächern herrsche, könne es vorkommen, dass der Alarm fälschlicherweise ausgelöst würde. «Durch die zentrale Steuerung wird die Auslösung jedoch sofort erkannt. Daraufhin geht ein Techniker zur betroffenen Sirene und behebt das Problem», sagt der Zivilschützer. In einem solchen Fall gelte es dennoch – wie bei jedem Sirenenalarm – das Radio anzuschalten und den Durchsagen Folge zu leisten. (sro)