Sirene schlägt Fehlalarm in Untereggen

UNTEREGGEN. Am späten Montagabend, um 22.22 Uhr, schreckte das Heulen einer Sirene nicht nur die Einwohner Untereggens auf. Bis in den Rorschacherberg war das Heulen zu hören. Der Alarm ging auf dem Gemeindehaus Untereggen los, wiederholt, und stets fälschlicherweise.

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Diese Sirene schlug Alarm. (Bild: cot)

Diese Sirene schlug Alarm. (Bild: cot)

UNTEREGGEN. Am späten Montagabend, um 22.22 Uhr, schreckte das Heulen einer Sirene nicht nur die Einwohner Untereggens auf. Bis in den Rorschacherberg war das Heulen zu hören. Der Alarm ging auf dem Gemeindehaus Untereggen los, wiederholt, und stets fälschlicherweise.

Ursache ist noch unklar

Bis zu vier Mal sei die Sirene fälschlicherweise abgegangen, sagt Hans Thür, Sachbearbeiter Material und Technik des St. Galler Zivilschutzes. Nun wurde an der Sirene ein Kabel abmontiert, damit ein erneuter Fehlalarm ausgeschlossen ist. Weshalb es überhaupt erst dazu kam, ist zurzeit noch unklar. «Wir vom Zivilschutz sind etwas ratlos, jahrelang hatten wir nie Probleme mit den Sirenen», sagt Thür. Der Unteregger Fehlalarm ist bereits der vierte im Kanton St. Gallen innert sechs Wochen. Die Serie startete in der Stadt St. Gallen. Am 17. Juni kam es zum Fehlalarm der Sirene auf der Klinik Stephanshorn. Eine knappe Woche darauf heulte es an der Rorschacherstrasse. Nur knapp drei Wochen ist es nun her, als im st. Gallischen Neuhaus die Bewohner um 3.15 Uhr aus dem Schlaf gerissen wurden. Damals war es eine Sirene auf dem Betriebsgebäude des Fenster Konrad AG. Inzwischen ist einzig beim Fehlalarm an der Rorschacherstrasse klar, was der Grund war: Ein beschädigtes Kabel löste einen Kurzschluss aus.

Neues Steuergerät wirkungslos

Dass die St. Galler Bevölkerung mittlerweile die Alarme nicht mehr ernst nehmen kann, sieht Thür ein. «Wenn die Sirenen ohne Grund heulen, dann ist das eine logische Folge. Wir müssen zuerst herausfinden, was die Gründe für die Fehlalarme sind, und dann wird man sich mit der Wahrnehmung der Bevölkerung befassen müssen», sagt er. Alle Sirenen, die fälschlicherweise ausgelöst wurden, stammen von einem schwedischen Hersteller und wurden im Frühling neu installiert. Nach den ersten beiden Fehlalarmen wurden 33 Sirenen-Steuergeräte mit derselben Installationszeit in der Stadt St. Gallen ausgewechselt. Nach dem Vorfall in Neuhausen folgten 20 weitere im Kanton St. Gallen. Auch bei der Sirene in Untereggen wurde das Steuergerät getauscht – genützt hat das nichts.

Auch im Thurgau heulte es

Nicht nur im Kanton St. Gallen heulte gestern eine Sirene. Auch im Kanton Thurgau kam es um 20.40 Uhr zu einem Fehlalarm – auf dem Schulhaus Fischingen. Laut Andy Theler, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, konnte die Sirene nach etwa zwei Minuten abgeschaltet werden. Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung. Zu möglichen Gründen für die Auslösung konnte Theler keine Angaben machen. (jar/cot)