Singwoche im «Wartegg»

Sängerin und Chorleiterin Franziska Welti leitet Singwochen im In- und Ausland. Bereits zum zweitenmal macht sie halt im Schloss Wartegg.

Drucken
Teilen
Franziska Welti dirigiert bei der Singwoche im Schloss Wartegg. (Bild: pd)

Franziska Welti dirigiert bei der Singwoche im Schloss Wartegg. (Bild: pd)

RORSCHACHERBERG. Franziska Welti arrangiert vom 17. bis zum 23. Juli zum wiederholten Mal eine Singwoche für Singbegeisterte im Rorschacherberg. Hier werden vorwiegend geistliche Werke aus fünf Jahrhunderten, teils a cappella und teils mit Orgelbegleitung, einstudiert. Das Programm wird am 22. Juli in der Kolumbanskirche in Rorschach aufgeführt. Stimmbildung und die Arbeit am Chorklang nehmen in der Singwoche einen wichtigen Platz ein. Dafür wird täglich fünf bis sechs Stunden geprobt. Daneben bleibt dennoch genügend Zeit für etwas Musse, Spaziergänge im schönen Park oder für ein Bad im nahen Bodensee. Das Team des Bio-Schlosshotels Wartegg wird die Gruppe kulinarisch verwöhnen. Neben einem Frühstücksbuffet und einem Abendessen wird auch für ein leichtes Mittagessen gesorgt.

Sängerin und Chorleiterin

Vom Frühbarock bis zum 21. Jahrhundert, hier fühlt sich Franziska Welti als Sängerin ebenso zu Hause wie in der frei improvisierten Musik. Sie hat bereits bei diversen Uraufführungen, auch am Theater Basel, mitgewirkt und arbeitet regelmässig mit Ensembles für alte und neue Musik zusammen. Franziska Welti unterrichtet Gesang am Konservatorium Winterthur. Gleichzeitig leitet sie die Singfrauen Winterthur und das Vokalensemble vox feminae sowie seit 2013 die Singfrauen Berlin. Seit einigen Jahren ist Franziska Welti vermehrt mit eigenen Projekten unterwegs. Beispielsweise mit dem Ensemble Millefeuilles oder im Duo mit dem Tubisten Leo Bachmann. Im September 2007 initiierte die Musikerin das vielbeachtete Improvisationsprojekt «Musik im Reservoir». Ebenso leitete sie im Juni 2008 das interdisziplinäre Projekt «Performance zur blauen Stunde».

Kulturpreis erhalten

Franziska Welti ist Preisträgerin der Dienemann-Stiftung Luzern sowie des Förderpreises des Kantons Aargau. Als erste Frau überhaupt durfte sie im Jahr 2003 den Kulturpreis der Kulturstiftung Winterthur entgegennehmen. Ausserdem verbrachte sie im Jahr 2008 drei Monate im Berliner Atelier des Kantons Aargau. Mit der Raum-Klang-Installation «werden und vergehen» hat Franziska Welti 2009 an der Unjurierten in Winterthur teilgenommen. Im selben Jahr erhielt sie den Kulturpreis der Stadt Winterthur. Die begeisterte Sängerin lebt in Berlin und Winterthur. (pd/sag)