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Silhouetten in Sonnengelb

Im Rahmen des Projekts «bunt» gestalten die Schüler vom Schulhaus Riethüsli ihren Pausenplatz neu. Obwohl oder gerade weil der Schulplatz in einigen Jahren saniert wird, können sich die Schüler selbst einbringen.
Helena Gunsch
Sonnig ist es geworden: Die Fünftklässler des Schulhauses Riethüsli mit Pinsel und Farbeimern bei der Verschönerung ihres Pausenplatzes. (Bild: Coralie Wenger)

Sonnig ist es geworden: Die Fünftklässler des Schulhauses Riethüsli mit Pinsel und Farbeimern bei der Verschönerung ihres Pausenplatzes. (Bild: Coralie Wenger)

Die Sonne strahlt um die Wette mit dem Pausenplatz des Schulhauses im Riethüsli und mit den Schülern, die ihn gestalten. Mit Hilfestellung von vier künstlerischen Fachfrauen bemalen die Schüler die beiden Pausenplätze ihrer Schule neu. Jedes Kind malt seine Silhouette als Bestandteil einer grösseren Figur, die klassenweise verschieden ist. Da gibt es zum Beispiel ein grünes Peace-Zeichen, einen orangen Goldfisch oder eben eine grosse sonnengelbe Pyramide.

«Jede Klasse hat zusammen drei Vorschläge ausgearbeitet, aus denen wir jeweils den Geeignetsten ausgesucht haben», sagt Gilgi Guggenheim, St. Galler Künstlerin und eine der vier Fachfrauen. Es wurde darauf geachtet, dass keine Sujets wie etwa Markenlogos auf den Asphalt gemalt werden.

Ehrenamt für mehr Bewegung

Das vierköpfige Projektteam besteht neben Gilgi Guggenheim aus Susanne Kaufmann vom Elternforum Riethüsli, Claudia Schmid und Karin Ernst. Die Arbeit erfolgt ehrenamtlich.

Für das Material wie Pinsel und Farbe sowie die Vernissage konnten Sponsoren gefunden werden, die, wie Gilgi Guggenheim erzählt, vom Projekt begeistert sind.

Das Ziel der Aktion ist es einerseits, das triste Grau der Pausenplätze zum Verschwinden zu bringen und die Schüler zu mobilisieren. «In erster Linie geht es darum, die Kinder ihr kreatives Potenzial erleben zu lassen», sagt Gilgi Guggenheim.

Andererseits sollen die Schüler auch zu mehr Bewegung animiert werden und ihre Körperwahrnehmung schulen. «Die Beobachtung zeigt, dass die Figuren bereits jetzt ins Pausenspiel integriert werden», erzählt Gilgi Guggenheim. Dies, obwohl die Figuren noch gar nicht fertig gemalt sind.

Lebendige Silhouette

Obwohl die beiden Pausenhöfe schon bald umgebaut werden sollen, hatte das Hochbauamt das Projekt letzten Herbst sofort gutgeheissen.

Gerade weil dieses Konzept auf die Verschönerung eines Provisoriums abzielt, konnten und können sich die Kinder mit relativ viel Freiheit selbst einbringen. «Wir begleiten sie bei der Arbeit und geben ihnen Hilfestellung, aber letztlich ist es ihr Werk», sagt Gilgi Guggenheim. Ähnlich sieht das Schulleiter Oskar Sturzenegger: «Es sieht hervorragend aus und die Zusammenarbeit zwischen der Projektgruppe, dem Elternforum, den Lehrern und den Schülern klappt ausgezeichnet.»

Die Kinder haben in der Klasse miteinander über die Sujets diskutiert und wurden alle in den Entscheidungsprozess der Figurgestaltung eingebunden. Ihre «Designs» sind sie auf dem Turnhallenboden «zur Probe gelegen», um dem Projektteam das Einzeichnen der Kreideumrisse ihrer Körper auf dem Pausenhof einfacher zu machen.

Motivation trotz Wetterpech

Mit dem Wetter habe es in letzter Zeit nicht so geklappt, darum müsse man jetzt umso besser koordinieren und auch mal zwei Klassen an einem Tag malen lassen, sagt Gilgi Guggenheim.

Das Team war während der ganzen Schlechtwetterperiode auf die Flexibilität der Kinder und Lehrer angewiesen. Die Verantwortlichen haben deshalb den Wetterbericht intensiv verfolgt. «Trotzdem wurden wir einmal von einem Hagelschauer überrascht», fügt Gilgi Guggenheim an. Die Motivation bei den Kindern sei aber nach wie vor ungebrochen. «Sie freuen sich alle, wenn sie an der frischen Luft malen können.»

Am 11. Juni sollen die insgesamt elf Kunstwerke fertig sein. Eingeweiht werden die zwei neu gestalteten Pausenplätze dann mit einer Musik-Performance der Schülerinnen und Schüler und einer Vernissage.

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