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SIGNALISATION: Tempo 20 in der ganzen Altstadt

Nach der südlichen Altstadt soll nun auch der mittlere und nördliche Teil zur Begegnungszone werden. Fussgänger und Velos werden bevorzugt. An der Parkplatzsituation ändert sich vorläufig aber nichts.
Roger Berhalter
Hier sieht’s schon nach Begegnungszone aus: Die Goliathgasse hat seit vergangenem Sommer einen neuen Pflasterbelag. Bald gilt auch Tempo 20, und Fussgänger haben Vortritt. (Bild: Benjamin Manser (11. August 2016))

Hier sieht’s schon nach Begegnungszone aus: Die Goliathgasse hat seit vergangenem Sommer einen neuen Pflasterbelag. Bald gilt auch Tempo 20, und Fussgänger haben Vortritt. (Bild: Benjamin Manser (11. August 2016))

Roger Berhalter

roger.berhalter@tagblatt.ch

Begegnungszone, das bedeutet im Wesentlichen: Autos dürfen höchstens mit Tempo 20 fahren, Fussgänger haben überall Vortritt und Velos freie Fahrt. Die südliche Altstadt ist bereits eine solche Begegnungszone, und laut Stadtrat Nino Cozzio hat man dort gute Erfahrungen gemacht: «Eine Begegnungszone erhöht die Qualität für die Leute, die dort wohnen oder sich bewegen. Auch das Gewerbe ist auf eine attraktive Altstadt angewiesen», sagte Cozzio gestern vor den Medien. Er präsentierte die Pläne des Stadtrats, nun auch die mittlere und nördliche Altstadt zur Begegnungszone zu machen.

Es geht konkret um die Gassen zwischen dem Unteren Graben sowie der Multer- und Spisergasse. Ausgenommen von den Plänen ist allerdings die Achse Blumenmarkt–Marktplatz–Bohl, die im Zentrum eines eigenen Neugestaltungsprojekts steht. «Wir warten das Ergebnis dieses partizipativen Verfahrens ab», sagte Cozzio.

Oberirdisch parkieren bleibt erlaubt

Noch etwas anderes muss der Stadtrat abwarten. Zwar hat er schon im Jahr 2013 verfügt, dass es am Marktplatz und in den nördlich angrenzenden Gassen keine oberirdischen Parkplätze mehr geben soll. Doch noch sind mehrere Rekurse gegen diesen Entscheid beim kantonalen Verwaltungsgericht hängig. Bis dieses Rechtsverfahren abgeschlossen ist, ändert sich nichts an der Parkiersituation in der mittleren und nördlichen Altstadt.

Nicht nur die Parkplätze, auch die Zufahrten bleiben bestehen, ebenso bleibt der Güterumschlag weiterhin erlaubt – und auch sonst ändert sich vorerst wenig an der heutigen Situation. Die Begegnungszone ist nämlich kein Bauprojekt, sondern in erster Linie eine Verkehrsregelung. Zwar erhalten die Gassen parallel dazu auch einen neuen Pflasterbelag, wie etwa in der Goliathgasse, wo es schon jetzt keine Trottoirs und keine Fussgängerstreifen mehr gibt. Doch für die Begegnungszone massgebend ist die neue Signalisation: Künftig machen Stelen und Schilder klar, wo die Begegnungszone beginnt, wo also Fussgänger Vortritt haben.

Auch Velofahrer dürften an der Begegnungszone Freude haben. Die Sperrzeiten und die ­Einbahnregelung für Fahrräder werden in der mittleren und nördlichen Altstadt nämlich aufgehoben. Die bisher unterschiedlichen Regelungen haben laut Nino Cozzio Verwirrung gestiftet. Der Stadtrat bezeichnete das neue Verkehrsregime als «wichtigen Schritt in Richtung einer einheitlichen Verkehrsorganisation in der Altstadt».

Die Gassen sollen dank der Begegnungszone auch sicherer werden. Einerseits, weil die Autos höchstens noch mit 20 Stundenkilometern fahren dürfen. Anderseits, weil die Gassen deutlich übersichtlicher werden.

Neue Signalisation für 70000 Franken

Die neue Signalisation kostet laut Nino Cozzio rund 70000 Franken. Wann die Schilder montiert werden und die ganze Altstadt eine Begegnungszone ist, sei derzeit schwer zu sagen. Zum einen wegen des erwähnten Rechtsverfahrens, was die Parkplätze betrifft. Zum anderen müssen die Verkehrsanordnungen noch ein Einspracheverfahren durchlaufen: Ab kommendem Montag liegt das Projekt Begegnungszone öffentlich auf.

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