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«Sie macht Nägel mit Köpfen»

Die CVP will Patrizia Adam vor dem zweiten Wahlgang besser unterstützen als vor dem ersten und ihre Verdienste hervorstreichen. Bei der Kandidatin selbst ist die Enttäuschung der Motivation gewichen.
Daniel Wirth
Wahlkampf-Selfie: Michael Hugentobler, Patrizia Adam und Stefan Grob (von links). (Bild: Urs Bucher)

Wahlkampf-Selfie: Michael Hugentobler, Patrizia Adam und Stefan Grob (von links). (Bild: Urs Bucher)

Michael Hugentobler, Präsident der CVP der Stadt St. Gallen, räumte gestern in den Räumen des Kaufmännischen Verbandes Ost zum Wahlauftakt des Komitées «Patrizia Adam wieder in den Stadtrat» ein, seine Partei habe vor dem ersten Wahlgang keinen «eigentlichen Stadtratswahlkampf» geführt. Und Patrizia Adam selbst habe die Erfolge ihrer Politik zu wenig offensiv verkauft, sagte Hugentobler. Baudirektorin Patrizia Adam, die im ersten Wahlgang das absolute Mehr knapp verpasste, pflichtete Hugentobler bei. Und holte gestern nach, was sie vor dem ersten Wahlgang nie an die grosse Glocke gehängt habe: «Was wir in den vergangenen vier Jahren in und mit der Direktion Bau und Planung für die Entwicklung unserer Stadt erreicht haben, ist beachtlich.» Patrizia Adam strich vor den Medien die zehn wichtigsten von rund 300 Geschäften hervor, die sie in der laufenden Legislatur bearbeitet und vorangetrieben habe: Bahnhof Nord, Platztor/Güterbahnhof, St. Fiden-Heiligkreuz, Schulbauten, Raum für Neuansiedlungen, Vadianplatz, Zentrum Riethüsli, Altstadt-Sanierung, Neubau Naturmuseum und Bahnhofplatz.

Die Stadt weiterhin mit Umsicht gestalten

Um diese bereits laufenden Projekte für die Entwicklung der Stadt voranzubringen, wolle sie ihre Arbeit als Stadträtin weiterführen, sagte Patrizia Adam. Sie wolle attraktive öffentliche Räume schaffen, dazu gehörten hochwertige Grün- und Freiflächen. Gutes Bauen und Gestalten seien ihr ebenso wichtig wie der Erhalt und Schutz baulicher und landschaftlicher Qualitäten. Michael Hugentobler sagte, Patrizia Adam habe als Baudirektorin auch anspruchsvolle Dossiers aus einer Blockade herausgeführt. Dies sei ihr gelungen, weil sie die Bevölkerung in die Entscheidfindung einbeziehe. Als Beispiele nannte der CVP-Präsident das Areal Bahnhof Nord und den Marktplatz. Auch Stefan Grob, Stadtparlamentarier und CSP-Vorstandsmitglied, unterstrich, Patrizia Adam setze als Baudirektorin auf Partizipation. Und Patrizia Adam selbst sagte, der Dialog mit der Bevölkerung sei ihr wichtig. Ihre Politik sei verlässlich und gradlinig, sagte Grob. Patrizia Adam sei keine Frau, die bloss Lippenbekenntnisse mache. Sie sage, eine starke, qualitativ hochstehende und diversifizierte Wirtschaft und ein gesundes Gewerbe bildeten die Basis einer blühenden Stadt. Patrizia Adam meine das ernst, dies werde an ihrer aktiven Liegenschaftspolitik sichtbar. Ihr sei es auch mit dem Sparen ernst. Immer wieder habe sie Sparpotenzial in ihrer Direktion ausgelotet.

Die Unterstützung sei jetzt umfassend

Michael Hugentobler bezeichnet Patrizia Adam als lösungsorientiert und erfahren. In ihrer Analyse des ersten Wahlgangs vom 25. September gehen die Christlichdemokraten davon aus, dass das Resultat vor allem ein parteipolitischer Entscheid war. Für das knappe Verpassen der Wiederwahl Adams sei die Kandidatur des Freisinnigen Marcel Rotach mitentscheidend gewesen, den neben FDP- auch SVP-Wählerinnen und -Wähler gewählt haben dürften, ohne auch für Adam einzulegen. Jetzt, vor dem zweiten Wahlgang am 27. November, sei die Ausgangslage eine ganz andere: Die Unterstützung der Bürgerlichen und der Wirtschaftsverbände für die amtierende CVP-Baudirektorin sei umfassend.

Marcel Grob von den Christlichsozialen sagte, Patrizia Adam setze sich auch für ein attraktives Bildungsangebot ein – und dafür, dass St. Gallen für Familien attraktiv sei. Sie mache mit ihrer aktiven Immobilien- und Infrastrukturpolitik für die Schul- und Betreuungsangebote Nägel mit Köpfen, sagte Stefan Grob.

Bild: Daniel Wirth

Bild: Daniel Wirth

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