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Die 15jährige Eunice Nascinento aus St. Gallen übt einen für Frauen sehr untypischen Beruf aus.

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Eunice Nascinento Lehrling 1. Lehrjahr Anlagen- und Apparatenbauerin (Bild: Quelle)

Eunice Nascinento Lehrling 1. Lehrjahr Anlagen- und Apparatenbauerin (Bild: Quelle)

Frau Nascinento, warum lernen Sie den Beruf der Anlagen- und Apparatebauerin?

Eunice Nascinento: Eigentlich habe ich mich als Kauffrau beworben. Beim Bewerbungsgespräch wurde mir empfohlen, aufgrund meiner Fähigkeiten einige Tage in einem technischen Beruf zu schnuppern. Entgegen meinen Erwartungen gefiel mir der Technikberuf mehr als das KV.

Dieser Beruf ist eher untypisch für Frauen. Macht Ihnen das nichts aus?

Nein, überhaupt nicht. Es geht ja darum, was ich für mich und meine Zukunft möchte. Nicht was alle anderen machen. Die meisten Mädchen meiner Klasse wählten zum Beispiel Gesundheitsberufe.

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihre eher ungewöhnliche Wahl reagiert?

Am Anfang waren sie überrascht, danach fanden sie meine Entscheidung richtig gut. Auch meine Familie findet meine Wahl positiv.

Haben Sie das Gefühl, Sie müssen sich in diesem Beruf mehr beweisen als Ihre männlichen Mitarbeiter?

Im Betrieb herrscht ein gutes Umfeld. In der Berufsschule bin ich die einzige Frau in der Klasse, da möchte ich mich schon beweisen und zeigen, dass ich ebenso gut bin.

Was gefällt Ihnen am meisten am Beruf?

Dass ich etwas in der Hand halte. Auch sehe ich am Ende des Tages die Ergebnisse meines Arbeitens.

Interview: Valérie Hug