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Sicherheitszentrum in Winkeln?

Im Herzen des Industriegebietes von Winkeln hat sich der Kanton ein grosses Grundstück gesichert, das ehemalige Armstrong-Areal. Eine Option ist, dass dort dereinst ein Sicherheits- und Justizzentrum entsteht.
Christina Weder
Möglicher Standort für ein kantonales Sicherheitszentrum: Die Kunklerstrasse mit den Lagerhallen der ehemaligen Armstrong AG (rechts). (Bild: Hanspeter Schiess)

Möglicher Standort für ein kantonales Sicherheitszentrum: Die Kunklerstrasse mit den Lagerhallen der ehemaligen Armstrong AG (rechts). (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Metalldecken-Hersteller Armstrong hat im Sommer 2010 seine Fabrikhallen in Winkeln verlassen. Schon damals hatte sich der Kanton St. Gallen für das knapp 20 000 Quadratmeter grosse Areal interessiert, aber den Zuschlag nicht erhalten. Nun hat er die zweite Chance gepackt.

«Uns hätte es nicht so pressiert», sagt Regierungsrat Willi Haag auf Anfrage. Allerdings habe die bisherige Eigentümerin, die Befair Partners AG, dem Kanton eine Frist gesetzt. «Wir mussten uns entscheiden – und haben zugeschlagen.» Über den Kaufpreis will er keine grossen Worte verlieren. Es handle sich um einen marktüblichen Betrag.

Option Sicherheitszentrum

Willi Haag sieht das ehemalige Armstrong-Areal vorerst als «strategische Baulandreserve». In nächster Zeit werde darauf nichts entstehen. Ein konkretes Projekt liege nicht vor. Er bestätigt allerdings Gerüchte, dass ein Justiz- und Sicherheitszentrum auf dem Grundstück denkbar wäre. Ein solches hatte der Kanton vor wenigen Jahren auf dem Güterbahnhofareal vorgesehen. Gefängnis, Staatsanwaltschaft und Polizei sollten unter einem Dach zusammengeführt werden. Ein dreistelliger Millionenbetrag wäre nötig gewesen. Aus finanziellen Gründen ist das Projekt damals gescheitert.

Die Suche nach grossen Arealen

Auch andere mögliche Nutzungen will Willi Haag auf dem ehemaligen Armstrong-Areal noch nicht ausschliessen: «Wir haben Zeit, gut zu überlegen.» Der Kanton sei stets auf der Suche nach grossen Grundstücken in der Stadt, auf denen die Verwaltung zentral zusammengefasst werden könne. Denn diese sei auf viele kleinere Mietobjekte verteilt. Grosse, gut erschlossene Areale seien jedoch nur schwer zu finden. Sie sind rar in der Stadt. Für Haag ist denn auch klar: Das Areal könnte im Notfall weiterverkauft werden, der Wert bleibe erhalten.

Er habe den Kauf mit der Stadt besprochen, sagt er: «Die Stadt hatte aber nicht Freude auf Anhieb.» Die städtische Baudirektorin Patrizia Adam will es etwas milder formulieren: «Wir haben den Kaufentscheid des Kantons zur Kenntnis genommen, sind aber nicht in Begeisterung ausgebrochen.»

Stadt wollte lieber Unternehmen

Die Stadt hat zwar selbst nicht mitgeboten. Ein Kauf stand laut Patrizia Adam nicht zur Diskussion. Schon vor anderthalb Jahren habe man sich aufgrund des Preises und der vermuteten Altlasten dagegen entschieden. Dennoch war der Kanton nicht der Wunschkandidat der Stadt für dieses Areal. Denn es liegt mitten im Gebiet, in dem die Stadt die Arealentwicklung St. Gallen West/Gossau Ost forcieren will. «Wir wollten eigentlich Industriebetriebe hier ansiedeln», sagt die Baudirektorin.

Ein Sicherheitszentrum an diesem Ort bezeichnet sie zwar als «suboptimal, doch es müsste sowieso zuerst einmal die demokratischen Hürden nehmen». Die Arealentwicklung sieht sie dadurch nicht gefährdet.

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