Sicherheitsleute auch für Verkehr

RORSCHACH. Der private Sicherheitsdienst erhält in Rorschach zusätzliche Aufgaben und verteilt neu auch Bussen. Der Stadtrat informiert über diesen Auftrag und die Fortsetzung der Beschäftigungsprogramme.

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RORSCHACH. Der private Sicherheitsdienst erhält in Rorschach zusätzliche Aufgaben und verteilt neu auch Bussen. Der Stadtrat informiert über diesen Auftrag und die Fortsetzung der Beschäftigungsprogramme.

Gemeindepolizeiliche Aufgaben

Das Reglement über Ruhe, Ordnung und Sicherheit trat am 1. Januar 2011 in Kraft. Es ermächtigt den Stadtrat, gemeindepolizeiliche Aufgaben an einen privaten Sicherheitsdienst zu übertragen. Zu den gemeindepolizeilichen Aufgaben gehören unter anderem die Bussenerhebung auf der Stelle für Übertretungen im ruhenden Verkehr (Parkieren), Littering oder Widerhandlungen gegen Gemeindereglemente (wie Missachtung der Leinenpflicht bei Hunden).

Ab April 2010 wird die Verkehrsüberwachung Schweiz Sicherheitsdienst Gubelmann AG in Rorschach neben den Patrouillengängen für Sicherheit auch für gemeindepolizeiliche Aufgaben eingesetzt. Sie unterstützt und entlastet damit die Kantonspolizei an Wochenenden und zum Beispiel in Zeiten, in denen diese nur mit Regionalpatrouillen im Einsatz ist. Die mit gemeindepolizeilichen Aufgaben betrauten Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung wurden vorgängig für diese Aufgabe geschult. Sie tragen bei ihrer Tätigkeit einen persönlichen Ausweis auf sich, der sie zur Ausübung der gemeindepolizeilichen Aufgaben ermächtigt. In den nächsten Tagen werden sie mit Informationszetteln auf Übertretungen aufmerksam machen und darauf hinweisen, dass ab April die entsprechende Übertretung geahndet wird.

Beschäftigungsprogramme

Die Sozialen Dienste vermitteln Personen, die keine Arbeitslosenentschädigung mehr erhalten, an Beschäftigungsprogramme, um ihnen wieder eine feste Tagesstruktur zu verschaffen und dadurch ihre Chancen bei der Stellensuche zu erhöhen. Finden Personen trotz dieser Hilfemassnahmen während des Programms keine Stelle, sind sie wieder zum Bezug von Arbeitslosentaggeldern und zum Besuch von Kursen des kantonalen Amts für Arbeit berechtigt. Die mehrjährige Erfahrung zeigt, dass nur wenige Teilnehmer später wieder mit finanzieller Sozialhilfe unterstützt werden müssen.

Über das Jahr 2010 verteilt arbeiteten fünf Personen im Rahmen des internen Beschäftigungsprogramms bei der Stadtgärtnerei oder im städtischen Altersheim. 30 Personen arbeiteten im Business House Goldach, das auf die Reintegration von Langzeitarbeitslosen spezialisiert ist. Einige Personen haben, bevor sie das Programm begannen, eine andere Stelle gefunden. Andere haben das Programm nicht angetreten oder nicht zu Ende geführt und verzichteten damit auf weitere finanzielle Unterstützung durch die Stadt.

Neben der meist erfolgreichen Integration entlasten die Programme auch die Sozialhilfe. Dank der Beschäftigungsprogramme konnte dieser Aufwand 2010 um 470 000 Franken tiefer gehalten werden. (Sk.)