Sicherheit gibt's nicht umsonst

GOLDACH. In zwei Wochen läuft die Goldacher Weihnachts- und Gewerbeausstellung (Wuga) bereits auf vollen Touren. Wie bei anderen Anlässen, bei denen es zu Menschenansammlungen kommt, sind hohe Sicherheitsauflagen zu erfüllen.

Rudolf Hirtl
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Wenn so friedlich und fröhlich gefeiert wird wie hier, ist der Einsatz des Sicherheitsdienstes an der Wuga überflüssig. (Bild: Corina Tobler)

Wenn so friedlich und fröhlich gefeiert wird wie hier, ist der Einsatz des Sicherheitsdienstes an der Wuga überflüssig. (Bild: Corina Tobler)

GOLDACH. Plakate an den Eingangsstrassen künden es bereits seit Tagen an. Vom 24. bis 27. November ist Wuga-Time, geht die wahrscheinlich grösste und beliebteste Weihnachts- und Gewerbeausstellung in der weiteren Region über die Bühne. Vor allem abends sowie Samstag und Sonntag den ganzen Tag ist das Gedränge gross und geht im Festzelt ordentlich die Post ab. Das Wuga-OK nimmt den Sicherheitsaspekt nicht erst seit diesem Jahr ernst, aber die Massenpanik an der Loveparade in Düsseldorf vom vergangenen Jahr hat aufgezeigt, wie gefährlich solche Situationen sein können und zu einer zusätzlichen Sensibilisierung geführt.

20 000 Franken, steigend

Die Kosten für den Sicherheitsaufwand haben sich denn in den vergangenen zehn Jahren auch beinahe verdreifacht. «Heute geben wir dafür 20 000 Franken aus», sagt OK-Chef Ivan Lehner. «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass sich die Besucherinnen und Besucher wohl fühlen, daher ist der finanzielle Aufwand gerechtfertigt.» Die sichtbarste Sicherheitsmassnahme ist die Präsenz der Security Profi GmbH. «Zwischen diesem Sicherheitsdienst und der Wuga besteht schon seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit», sagt Markus Lüchinger, Chef Sicherheit im OK. Bereits Tage vor Eröffnung bei Anlieferung für Zeltbau und Technik wird das Messeareal überwacht. Ab Eröffnungstag stehen zehn Security-Mitarbeiter im Einsatz, erteilen Auskünfte , kassieren Eintritte für abendliche Veranstaltungen und sorgen bei Hitzköpfen für ruhiges Blut. «In der Regel geht es im Festzelt zwar friedlich zu und her. Doch immer wenn Alkohol mit im Spiel ist, gibt es Besucher, die sich ungebührlich verhalten oder andere anpöbeln. Das lässt sich auch an der Wuga nicht zur Gänze vermeiden», sagt Ivan Lehner. Die Sicherheitsleute seien angehalten, nicht hören wollende Störenfriede höflich, aber doch bestimmt aus dem Festzelt zu weisen.

Kontrollierter Alkoholausschank

Auch Jugendliche bechern gerne, wenn die Gelegenheit da ist. Die Alterskontrolle liegt dem OK denn auch sehr am Herzen. «Mit Bezahlung des abendlichen Eintritts werden verschiedenfarbige Bändeli abgegeben. Dadurch sieht das Servierpersonal, welche alkoholische Getränke an den Bezüger ausgeschenkt werden dürfen», so Markus Lüchinger. Dank Unterstützung der Gemeinde sei ausserdem das Team der Suchtprävention Poinzz an der Wuga vertreten. Wenig Freude hatten Besucher der Tonhalle dieses Jahr während der Olma. Gegen 80 Jacken und Mäntel wurden aus der unbewachten Garderobe entwendet. Gleiches kann an der Wuga laut Ivan Lehner nicht passieren, da die Garderobe hier bewacht sei, bis sich der letzte Gast auf den Heimweg mache. «Bei uns ist es sogar umgekehrt. Wir hatten vergangenes Jahr am Ende zu viele Kleidungsstücke in der Garderobe. Bis heute hängen vier Jacken bei mir zu Hause, die nicht abgeholt wurden», so der OK-Präsident mit einem Schmunzeln.

Pflästerli sind bereit

Wenn während vier Tagen Tausende Menschen durch die Wuga strömen, kann schon mal ein kleiner Unfall passieren. Laut Markus Lüchinger steht daher ein Team von Samaritern bereit, um kleinere und grössere Blessuren kompetent zu behandeln. Schnittwunden durch zerbrochene Flaschen seien die am häufigsten behandelten Verletzungen. Feuer und Rauchentwicklung spielen im Sicherheitsdispositiv des Wuga-OK ebenfalls eine Rolle. Um gar nicht erst in eine derart brenzlige Situation zu geraten, sind entzündbare Materialien und offene Flammen, auch Kerzen, in der Ausstellung verboten. Zudem werden in Abständen und bei instruierten Personen Feuerlöscher und Löschdecken plaziert.