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SERVICE PUBLIC: Posterhalt ist breit abgestützt

Die Petition für den Erhalt der Poststelle Rorschacherberg ist auf grosses Interesse gestossen. Die SP hat während zweier Monate 1165 Unterschriften gesammelt. Gemeindepräsident Beat Hirs ist zuversichtlich.
Jolanda Riedener
Die Rorschacherberger Post soll bestehen bleiben. Gemeindepräsident Beat Hirs (links) nimmt die Unterschriftenbögen der SP von Anna Viola Bleichenbacher entgegen. Begleitet wird sie von Franz Spirig. (Bild: Jolanda Riedener)

Die Rorschacherberger Post soll bestehen bleiben. Gemeindepräsident Beat Hirs (links) nimmt die Unterschriftenbögen der SP von Anna Viola Bleichenbacher entgegen. Begleitet wird sie von Franz Spirig. (Bild: Jolanda Riedener)

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Gestern Morgen hat die SP-Politikerin Anna Viola Bleichenbacher dem Rorschacherberger Gemeindepräsident ein dickes ­Dossier übergeben: 1165 Un­ter­schriften zählen die Petitionsbögen darin. Mit ihrer Unterschrift wollen sich die Unterzeichner für den Erhalt der Poststelle aussprechen. Derzeit überprüft die Post mehrere Standorte in der ganzen Schweiz – darunter auch jene in Rorschacherberg.

Dass die Poststelle in einer Gemeinde, die gut 7000 Einwohner zählt, schliessen soll, stösst bei Passanten auf Unverständnis. «Es geht immer nur ums Geld», sagt ein Postkunde, der zufällig zur selben Zeit vor Ort ist. «Die Poststelle ist gut besucht», sagt Hirs. Davon zeuge auch der rege Verkehr auf dem Parkplatz vor der Post. «Bei der Überprüfung sollte eigentlich klar werden, dass diese Post rentiert», betont Hirs.

Rücklauf der Unterschriften spricht deutliche Sprache

Anna Viola Bleichenbacher zeigt sich über den Rücklauf der Unterschriftenbögen zufrieden: «Bereits nach den ersten Tagen hatten wir 200 Unterschriften beisammen.» Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien eindeutig ausgefallen: Die Mehrheit wünscht sich die Post weiterhin im Dorf. Auch vergangenes Wochenende gingen die Initianten nochmals auf die Strasse und sammelten fleissig: «Es bildete sich eine regelrechte Schlange, um die Petition zu unterzeichnen», sagt Bleichenbacher. Sie habe auch Solidarität und Unterstützung von Personen aus umliegenden Gemeinden erhalten. «In Mörschwil und Staad gibt es keine Post mehr. Bewohner von dort haben auch für den Erhalt der Post Rorschacherberg unterschrieben», sagt Bleichenbacher. «Die Bevölkerung kann nicht nachvollziehen, warum diese Post nicht mehr rentieren soll», sagt sie. Bei der Petitionsübergabe wurde Anna Viola Bleichenbacher von alt Gemeinderat Franz Spirig begleitet. Er habe oft den Spruch «Das nützt eh nichts» gehört. Ein Argument, das Bleichenbacher nicht gelten lässt: «Wer nicht kämpft, hat schon verloren.»

Gegen Serviceabbau und Lohndumping

Für Anna Viola Bleichenbacher wäre auch eine Postagentur anstelle der Poststelle keine Lösung: «Das wäre ein Serviceabbau und letztlich würde das Personal für seine Arbeit weniger entlöhnt.» Der Gemeinderat habe die Petition der SP von Anfang an unterstützt: «Der ganze Gemeinderat kämpft für die Erhaltung der Poststelle», sagt Beat Hirs. Einen allfälligen Abbau des Service public verurteilt Hirs aufs schärfste. Man habe kein Verständnis dafür, dass die Schliessung der Poststelle in Betracht gezogen werde.

Auch Vertreter aus dem Gewerbe stehen der Schliessung gemäss Hirs kritisch gegenüber. «Die Schliessung würde dem gegenwärtigen Trend widersprechen», sagt Hirs. Schliesslich bestelle man auch in Zukunft häu-figer Waren im Internet. Und sein Päckli müsse man auf der Post abholen können, was in Rorschacherberg mit dem Auto bequem machbar sei. Auf Goldach oder Rorschach auszuweichen, hält er für undenkbar.

In einem nächsten Schritt wird die Gemeinde mit der Post ins Gespräch treten. Dem steht Beat Hirs po­sitiv gegenüber: «Es ist offensichtlich, dass die Poststelle gut läuft.»

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