Seniorenreferat über alternative Medizin

REGION RORSCHACH. Es gibt nicht «die» Alternativmedizin, erklärte die schulmedizinisch ausgebildete Pflegefachfrau und gelernte Heilpraktikerin Beate Winiger kürzlich in ihrem Vortrag beim Verband für Seniorenfragen der Region Rorschach.

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REGION RORSCHACH. Es gibt nicht «die» Alternativmedizin, erklärte die schulmedizinisch ausgebildete Pflegefachfrau und gelernte Heilpraktikerin Beate Winiger kürzlich in ihrem Vortrag beim Verband für Seniorenfragen der Region Rorschach. Unter den Begriff Alternativ- oder Komplementärmedizin falle eine Vielfalt von Praktiken wie Homöopathie, Ayurveda, Neuraltherapie, anthroposophische Medizin, Phytotherapie, Bachblütentherapie, die traditionell chinesische Medizin mit Schröpfen, Akupressur, Akupunktur, um nur einige zu nennen.

Obwohl die Medizin eine vieltausendjährige Geschichte aufweise, habe sich die viel jüngere Schulmedizin als einzige anerkannte Heilmethode durchgesetzt. Winiger weiter: «Alternativmedizin wurde lange Zeit belächelt. Das Schwarz-Weiss-Denken sollte eigentlich aufhören. Seit der schweizerischen Volksabstimmung im 2007 sind einige Zweige der Komplementärmedizin anerkannt, und die Kosten werden von den Krankenkassen vergütet, sofern sie von einem Schulmediziner ausgeübt werden.» Schulmediziner und auch Heilpraktiker würden Menschen in Notlage helfen wollen, wobei einerseits der Körper des Menschen, anderseits der Mensch als Ganzes im Vordergrund stehe. Auf die Fragen der zahlreich anwesenden Zuhörer ging Beate Winiger mit Beispielen aus ihrer Erfahrung als Heilpraktikerin ein und erläuterte auch mögliche Vorgehensweisen mit den Hilfesuchenden. (GF)