Selten und einzigartig

In den Kantonen St. Gallen und beiden Appenzell sind gemäss Statistik des Naturmuseums St. Gallen 1200 Quartiere von 22 Fledermausarten bekannt. Am häufigsten nachgewiesen ist die Zwergfledermaus. Selten hingegen sind die Zweifarbenfledermäuse, wie sie im Mörschwiler Lehn leben.

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In den Kantonen St. Gallen und beiden Appenzell sind gemäss Statistik des Naturmuseums St. Gallen 1200 Quartiere von 22 Fledermausarten bekannt. Am häufigsten nachgewiesen ist die Zwergfledermaus. Selten hingegen sind die Zweifarbenfledermäuse, wie sie im Mörschwiler Lehn leben. Es ist eines von vier bekannten Quartieren in St. Gallen-Appenzell, laut Fachleuten vermutlich das grösste. Wie alle Fledermäuse in der Schweiz fressen «die Zweifarbigen» Mücken, Fliegen, Käfer und andere Kleintiere. Zweifarbenfledermäuse zählen zu den farbigsten Arten mit einigen Besonderheiten. So hat das Weibchen als einzige europäische Art vier Zitzen. Es zieht daher regelmässig mehr als ein Junges auf. Die Zweifarbenfledermaus ist zudem die einzige Art, bei der die Männchen in grossen Kolonien zusammenleben. Bei den anderen Arten leben sie typischerweise als Einzelgänger. Die Tiere schlafen nicht hängend, sondern liegend in Spalten und können höchstens zwölf Jahre alt werden. (cor)