Selbstständiger Chef und belebter Bahnhof

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Viele haben sich gefragt: Was macht denn nun eigentlich Philipp Landmark? Der ehemalige Chefredaktor dieser Zeitung hat vor einem Jahr als Reaktion auf eine Neuorganisation des Tagblatts seinen Rücktritt bekannt gegeben. Dieses Jahr hat der 50-Jährige genutzt, um eine Pause einzulegen und sich neu zu orientieren. Nach 30 Jahren im krisengeschüttelten Journalismus sei es ihm mehr als gegönnt. Und weil 30 Jahre selbst für einen Vollblutjournalisten wie Landmark genug sind, hat er sich als Dienstleister im Bereich Kommunikation und Medien selbstständig gemacht. Landmark Media GmbH heisst die jüngste Kommunikationsagentur der Stadt. Ein Blick ins Handelsregister zeigt: Landmark berät, schult, coacht und moderiert. Und erstellt auch «journalistische Inhalte». So ganz kann der Kater das Mausen eben nicht lassen. (rsp)

Er ist bekannt dafür, dass er an ungewohnten Orten Kultur veranstaltet. Roche Hufnagl hat zum Beispiel schon im Tropenhaus des Botanischen Gartens eine Band spielen lassen, und er ist auch für die Bullaugenkonzerte in der Grabenhalle zuständig, wo die Musiker nicht im eigentlichen Kulturlokal, sondern im Foyer neben der Garderobe auftreten. Jetzt hat Hufnagl einen neuen Ort im Auge, oder genauer gesagt: er ist schon mittendrin, im stillgelegten Bahnhof Bruggen. Billette und Halbtax-Abos werden dort schon lange nicht mehr verkauft. Stattdessen hat Hufnagl in der ehemaligen Schalterhalle sein Grafikatelier eingerichtet. Gestern lud er zum Tag der offenen Tür. Andere würden an so einem Anlass nur Networking betreiben, mit Kunden Geschäftliches bereden und vielleicht ein paar Aufträge an Land ziehen. Wenn aber Hufnagl ein Fest organisiert, gehört Livemusik dazu. Drei Konzerte für Freunde waren gestern im Bahnhof Bruggen zu hören. Und wenn es nach Hufnagl geht, war das erst der Anfang. Jedenfalls herrscht wieder Betrieb im Bahnhof Bruggen. (rbe)