Selber nach Leckereien suchen

GOSSAU. Pünktlich auf das Wochenende hin wurde die neue Aussenanlage für die Schimpansen im Walter-Zoo fertiggestellt. Sie bietet den Tieren viele neue Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Sei es am Termitenhügel oder am Wasserfall.

Johannes Wey
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Das neue Aussengehege bietet den Schimpansen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten. Etwa wenn sie Futter aus dem künstlichen Termitenhügel (zwischen den Klettergerüsten) pulen. (Bilder: Hanspeter Schiess)

Das neue Aussengehege bietet den Schimpansen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten. Etwa wenn sie Futter aus dem künstlichen Termitenhügel (zwischen den Klettergerüsten) pulen. (Bilder: Hanspeter Schiess)

Digit ist neugierig. Das Alphatier der 17köpfigen Schimpansengruppe im Walter-Zoo späht in die Löcher des künstlichen Termitenhügels, der Teil der neuen Schimpansenanlage ist (siehe gestrige Ostschweiz am Sonntag). In freier Wildbahn würde er nun mit einem Ästchen nach Insekten grübeln, um sie zu fressen. Im Walter-Zoo sollen die Menschenaffen auf diesem Weg an Leckereien wie Honig oder Joghurt kommen. Doch Digit muss unverrichteter Dinge wieder abziehen, der Hügel ist noch nicht fertig ausgehöhlt. Zu neu ist die neue Aussenanlage, am Freitag konnten sie die Tiere erstmals in ihrer Gesamtheit benutzen. Einige Details fehlen aber noch, etwa die Bepflanzung mit Beerensträuchern.

Wasserfall nicht zum Baden

Das neue Gehege soll den Zoobesuchern eine attraktivere Kulisse bieten, wenn sie die Schimpansen, eine Hauptattraktion, beobachten. «Uns war aber wichtig, dass die neue Anlage auch den Schimpansen mehr bietet», sagt Zootierärztin und Geschäftsleitungsmitglied Karin Federer. Besonders auf vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten wurde ein Augenmerk gelegt: Die Kletteranlage ist weitläufiger, es gibt «Beschäftigungskästen» und Trommelfelsen. Diese sind mit einem Blech versehen, damit die Männchen auch richtig lautstark auf sich aufmerksam machen können.

Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
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Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
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Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)
Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Schimpansen im Walter-Zoo haben eine neue Anlage. (Bild: Hanspeter Schiess)

Vor dem neuen Wasserfall hätten sich die Affen zu Beginn gefürchtet, nun fänden vor allem die jüngeren Mitglieder der Gruppe Gefallen daran. «Sie finden es spannend, oben Dinge hineinzuwerfen und unten wieder herauszufischen.» Eine Abkühlung suchen sie im Wasser hingegen nicht, wenngleich die Hitze der vergangenen Wochen auch ihnen zu schaffen gemacht hat. «Schimpansen werden nicht gerne nass», sagt Karin Federer. Plötzlich stimmen die Schimpansen ein gemeinsames Gebrüll an, das im Zoo weitherum zu hören ist. Sie haben die beiden Pfleger erspäht, die Gelten mit Obst und Gemüse herbeitragen. Dann herrscht einen Moment lang andächtige Ruhe, während die Affen auf dem Klettergerüst oder auf der Steinmauer hocken und Zitronen, Karotten und anderes fressen.

Neuer Elektrozaun

Aufregung kommt wieder auf, als ein junger Schimpanse durch die Glasscheibe den Familienhund von Zoobesuchern erspäht. Laut kreischend rennt er auf die Scheibe los und hämmert dagegen, der Hund bellt zurück. Neuerdings krönen elektrische Zäune die Wände der Anlage. «Im Gegensatz zu den alten Betonwänden haben die neuen Mauern mehr Struktur. Die Affen könnten daran hochklettern», sagt Karin Federer. Das will man mit allen Mitteln verhindern, denn die Schimpansen sind die gefährlichsten Tiere überhaupt im Walter-Zoo: Sie sind intelligent und dem Menschen kräftemässig überlegen. Und etwa im Gegensatz zu Tigern sind sie sich dieser Überlegenheit bewusst.

Zwischenmahlzeit mit Ausblick vom Klettergerüst. (Bild: Hanspeter Schiess)

Zwischenmahlzeit mit Ausblick vom Klettergerüst. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Schimpansengruppe umfasst Tiere von 5 bis fast 40 Jahren. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Schimpansengruppe umfasst Tiere von 5 bis fast 40 Jahren. (Bild: Hanspeter Schiess)