Selber gekocht schmeckt es eben doch am besten

ALTENRHEIN. «Mmh» und «fein» hört man von überall her in der Hotelküche des Hotels Walzenhausen. Zehn Mädchen der 3. bis 7. Klasse haben sich für den Kurs Erlebnis Hotelküche des Ferienpasses Am Alten Rhein entschieden. Der Ferienpass bietet dieses Jahr rund hundert verschiedene Kurse an.

Perrine Woodtli
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Leiterin Theresa Eugster hilft den Jungköchinnen bei der Zubereitung der Apfelchüechli. (Bild: Perrine Woodtli)

Leiterin Theresa Eugster hilft den Jungköchinnen bei der Zubereitung der Apfelchüechli. (Bild: Perrine Woodtli)

ALTENRHEIN. «Mmh» und «fein» hört man von überall her in der Hotelküche des Hotels Walzenhausen. Zehn Mädchen der 3. bis 7. Klasse haben sich für den Kurs Erlebnis Hotelküche des Ferienpasses Am Alten Rhein entschieden. Der Ferienpass bietet dieses Jahr rund hundert verschiedene Kurse an. An diesem Kurs lernen die jungen Köchinnen unter der Leitung von Köchin Theresa Eugster und Koch Thomas Huber, auf was sie bei der Zubereitung von Kürbissuppe, Spaghetti bolognese und Apfelchüechli achten müssen.

Übung macht den Meister

Als Erstes erhält jede Teilnehmerin eine Schürze. Danach ist Händewaschen – laut den beiden Leitern das A und O in einer professionellen Küche – an der Reihe. Gut gelaunt bereitet sich die altersgemischte Gruppe vor. Danach teilt Theresa Eugster die Mädchen auf. Fünf gehen in die warme Küche zu Thomas Huber, der Rest bleibt bei ihr in der kalten Küche.

Nach einer kurzen Instruktion verteilt Eugster den Jungköchinnen die verschiedenen Arbeiten. In der einen Ecke mischen die Mädchen hochkonzentriert die Zutaten für die Vanillesauce, in der anderen Ecke werden die Äpfel geschält und in Stücke geschnitten. Letzteres scheint gar nicht so einfach, denn beim Schälen schnitzt das Messer schon mal in die falsche Richtung. Mit einem kleinen, aber wirkungsvollen Tip von der Profiköchin geht es gleich deutlich besser. Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Probieren geht über Studieren

Derweil schnitzt die andere Gruppe an einem Kürbis herum. Einigen scheint die harte Schale jedoch Mühe zu bereiten. «Das Schnitzen ist ganz schön anstrengend, aber es macht Spass», so eine Teilnehmerin. Mit ein wenig Hilfe von Thomas Huber geht die Arbeit aber zügig voran. Gespannt sehen sie dem Koch zu, wie er alle Zutaten in einen grossen Topf wirft.

Grosse Augen machen die Mädchen, als sie sehen, wie viel Fleisch für die Bolognese in den Topf kommt. «So viel essen wir?», fragen die Teilnehmerinnen erstaunt. Gemeinsam rühren und salzen sie die Sauce, danach wird abgeschmeckt, wie bei den Profis. Der Kurs des Ferienpasses Hotel Walzenhausen macht nicht nur den Kindern Spass, auch Theresa Eugster bereitet es Freude. «Wir haben hier schon einige Kurse anlässlich des Ferienpasses durchgeführt. Diese waren auch immer gut besucht», sagt Eugster und ergänzt: «Es macht den Kindern nicht nur Spass, sie lernen auch wichtige Sachen in der Küche, die sie für später gut gebrauchen können.»

Die Mädchen scheinen sichtlich zufrieden mit ihrem Resultat zu sein. Viele Köche verderben eben nicht immer den Brei.