Seit Juli dürfen auch homosexuelle Männer spenden

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Damit man sein Blut tatsächlich spenden kann, muss man viele Auflagen erfüllen. So darf sich ein potenzieller Spender beispielsweise nicht «in einer Risikosituation befinden», wie es auf der Website des nationalen Blutspendedienstes heisst. Eine Risikosituation sei beispielsweise sexueller Kontakt mit wechselnden Partnerinnen und Partnern sowie mit Partnern, die man erst seit vier Monaten kennt. Auch wer sich in den letzten vier Monaten tätowiert oder gepierct hat, fällt vorübergehend als Spender weg. Dies gilt auch für Personen, welche vor kurzem in Ländern mit erhöhtem Risiko für gewisse Infektionskrankheiten waren.

Homosexuelle Männer dürfen seit diesem Juli wieder Blut spenden. Grund für das Verbot war das Aufkommen von Aids in den 80er-Jahren. Jedoch ist auch diese neue Möglichkeit mit Auflagen verbunden. Spendenwillige Männer dürfen im vergangenen Jahr keinen Sex mit Männern gehabt haben. Wie auf der Website vermerkt ist, scheint für die Organisation Blutspende SRK Schweiz diese Lösung nicht optimal. «Es werden vermutlich nicht viele schwule Männer davon profitieren können.» Jedoch sei das längerfristige Ziel das Risikoverhalten des Einzelnen differenzierter zu betrachten. So würden Männer, welche Geschlechtsverkehr mit anderen Männern hätten, nicht pauschal ausgeschlossen. (egr)

www.blutspende-sg.ch