«Schwierigster Premierenabend in elf Jahren»

Zu den ersten beiden Aufführungen der Oper «Le Cid» am Freitag und Samstag im Klosterhof gab es Regengüsse. Wie Theaterdirektor Werner Signer sagt, wurden Publikum und Darsteller auf die Probe gestellt. Herr Signer, sind Sie zufrieden mit dem Auftakt der Festspiele?

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Werner Signer Geschäftsführender Direktor Konzert und Theater St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Werner Signer Geschäftsführender Direktor Konzert und Theater St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Zu den ersten beiden Aufführungen der Oper «Le Cid» am Freitag und Samstag im Klosterhof gab es Regengüsse. Wie Theaterdirektor Werner Signer sagt, wurden Publikum und Darsteller auf die Probe gestellt.

Herr Signer, sind Sie zufrieden mit dem Auftakt der Festspiele?

Wir hatten in elf Jahren noch nie einen so schwierigen Premierenabend. Es sah zuerst gut aus, und wir waren zuversichtlich. Doch das Wetter hatte sich gegen uns verschwört. Gegen 21 Uhr setzte der Regen ein und hörte nicht mehr auf.

Hat Sie der Entscheid, die Aufführung draussen stattfinden zu lassen, also Nerven gekostet?

Es ist jedes Jahr eine Anspannung. Wir waren zweistündlich mit dem meteorologischen Dienst in Kontakt. Die Entscheidungsgrundlage hat sich jede Viertelstunde geändert. Wir hatten gewitteranfällige Luft. Die ist schwer berechenbar.

Am Samstag war nur die Hälfte der Plätze besetzt. Lag es am Wetter?

Ganz klar, die Vorstellung war für den Verkauf eine Katastrophe. Die Prognosen für Samstag waren von Anfang an schlecht. Jetzt hoffen wir, dass wir die Dusche gehabt haben. Ab Dienstag soll es schön werden.

Abgesehen vom Wetter – hat sonst alles geklappt?

Ja, technisch konnten wir alles zeigen. Und als es bei der Premiere zu regnen aufhörte, war die Entspannung spürbar – auf der Bühne und bei den Zuschauern. Man hat sich mit dem schwierigen Start versöhnt.

Welche Rückmeldungen haben Sie erhalten?

Ich erwartete am Samstag die ersten erbosten Mails. Stattdessen sind Weinflaschen abgegeben worden mit dem Auftrag, sie mit den Darstellern zu geniessen. Das Gros der Leute wollte die Premiere draussen erleben und war bereit, da durchzugehen. (cw)